
Das schlägt dem Fass wirklichen den Boden aus. Ist der Allianz-Versicherungskonzern jetzt auch schon größenwahnsinnig geworden, denn der Kundendienst gleicht mit seinen Forderungen schon einer Beamtenbude?
Sachstand:
Als ehemaliger Wohnungseigentümer habe ich aus Sicherheitsgründen eine sogenannte "Wohnungsbesitzer-Haftpflicht-Versicherung" abgeschlossen. So weit, so gut. Diese Versicherung tritt dann ein, wenn der Mieter entgegen den Mietvertrags-Richtlinien seine Haftpflichtversicherung aufkündigt. Besagte Wohnungsbesitzer-Haftpflicht-Versicherung kostet im Jahr knapp 40 Euro.
Nachdem das genannte Wohnungseigentum weggefallen ist, wollte ich den Versicherungvertrag aufkündigen, was ja eigentlich logisch und verständlich ist. Der Allianz-Kundendienst verlangt allen Ernstes, dass ich zur Auflösung des Vertrages einen entsprechenden Grundbucheintrag oder Kaufvertrag vorzulegen habe. Das ist in meinen Augen reine Schikane, Kleinstaaterei und Bürokratentum. Eigenartiger Weise benötigte die großmächtige Allianz zum Abschluss einer solchen Versicherung keinen Grundbuchauszug, Kaufvertrag oder Sonstigem. Bei der Auflösung/Kündigung eines solchen Vertrages und gleichzeitigem Wegfall des Wagnisses, wollen die Bürokraten solcherlei Formalitäten.
Unverhältnismäßigkeit:
Das ist wohl der größte Witz des Jahres 2017, den sich hier die Kundendienstabteilung des Allianz-Versicherungs-Konzerns in Berlin leistet. Ein Treppenwitz alleine schon wegen der Kosten. Die Kostenabwägung entbehrt jeglicher Realität. Der Versicherungsvertrag kostet im Jahr knapp 40 Euro. Muss man im Nachhinein einen Notar bemühen um an den Grundbucheintrag zu kommen, also gibt man ein Mehrfaches aus als der Versicherungsvertrag überhaupt wert ist. Alleine schon deshalb weil die Beamtenbude des Grundbuchamtes Geld für die Ausstellung nimmt, der Notar aber für seine Tätigkeit ebenfalls.
Jeder Versicherungsnehmer sei somit gewarnt wenn er bei der Allianz einen Vertrag abschließt!! Ansonsten wundert mich das Verhalten des Allianz-Kundendienstes schon sehr. Bei bisherigen, allerdings sehr seltenen Schadenfällen, gab es nie Schwierigkeiten.
Alois Sepp