Altersdiskriminierung, fast euthanasieverdächtig! - QR Code Friendly


Ist unsere Nachfolgegeneration, besser gesagt, sind diejenigen, die heute an den Schaltstellen sitzen, noch auf dem richtigen Pfad? Lässt man die täglichen Realitäten der heutigen "Entscheider" in den Medien, in den Betrieben, in der Politik, in den Konzernen, wie auch im Bayerischen Rundfunk, Revue passieren, kommt man unweigerlich zu dem Schluss, dass die Älteren, vor allem die "Alten" schlechthin gesellschaftlich abgemurkst werden. Die Krönung der Missachtung brachte der damalige Jungspund der FDP, Philipp Missfelder über seine Lippen, indem er meinte: "Den Alten ab 70 sollte man auch keine Hüftoperationen mehr zukommen lassen". Ein anderer Jungspund aus der Politik äusserte sinngemäß: "Die Alten sollen lieber das Tafelsilber abgeben und ans Sterben denken!"

Wenn jetzt auch schon seitens des bayerischen Rundfunks von den derzeitigen "Machern" ausgedrückt und gesagt wird, die "Alten sind Vergangenheit und uninteressant", wir müssen uns um die Jungen kümmern, kann man sich das Denken derer unschwer vorstellen. Da gibt es Radioclubs von Bayern 1, die sich seit vielen Jahren allmonatlich treffen und diverse Veranstaltungen unternehmen, denen wird gesagt, dass sich diese Clubs zum Jahresende auflösen. Begründung hierfür: "Wir müssen uns um die Jungen kümmern", die "Alten zählen nicht mehr"!

Man könnte es jetzt überspitzt mal so ausdrücken: "Bezeichnet man dieses Verhalten nur als Altersdiskriminierung, oder ist es die moderne Art einer Euthanasiebewegung"? Das bleibt jetzt jedem Leser selbst überlassen, sich hierüber Gedanken zu machen. Verfolgt man die alltäglichen Gegebenheiten in unserer heutigen Gesellschaft, wie auch unserer Politik, kann man diesen Gedanken nicht ganz verwerfen, dass man am liebsten die so ungeliebten, unbrauchbaren, überflüssigen "Alten" entfernen möchte. Am liebsten zumindest entfernen in eine "Altenanstalt, Alten- oder Pflegeheim", raus aus den eigenen vier Wänden, so dass man sie am besten nicht mehr zu sehen braucht. Es sei einem älteren Zeitgenossen, der die unrühmliche Zeit des "Dritten Reiches" nach dem zweiten Weltkrieg noch ansatzweise in Erinnerung bekam, verziehen, dass er sich an diese Zeit mit dem traurigen Zustand der "Euthanasie" erinnert fühlen muss.
 
Was wurde mit Euthanasie damals gemeint? "Euthanasie" im Dritten Reich: die "Vernichtung lebensunwerten Lebens". Werden unsere Alten heute auch schon von den derzeitigen Machern ebenfalls als "lebensunwert" bezeichnet oder angesehen?
 
Diese Zustände sind mehr als traurig. Es sollten sich genau diejenigen, die die heutigen Alten als unnütz, lebensunwert, überflüssig, unbrauchbar oder sonstwie bezeichnen, mal darüber nachdenken, wer Deutschland nach dem verheerenden zweiten Weltkrieg wieder aufgebaut hat? Sollten mal darüber nachdenken, wo diese von sich so eingenommenen Jungen, Gott sei Dank nicht der Großteil, aber ein Tonangebender Teil, wären, wenn es die so verunglimpften "Alten" nicht gäbe oder gegeben hätte? Es wäre sicherlich von diesen voreingenommenen Kadetten so mancher gar nicht hier, hätte auch die Position durch die Ausbildung nicht! Das wird von diesen Emporkömmlingen nicht gesehen. Da sind uns andere Kulturen, vor allem aber muslimische, jedenfalls meilenweit voraus, da wird das "Alter" noch anerkannt, respektiert und geschätzt. Über die geringschätzige Achtung der Älteren der heutigen Macher brauchen die sich absolut nichts darauf einbilden, so etwas ist  beschämend!
 
Alois Sepp
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