Anti-Diesel-Kampagne maßgeschneidert! (gedruckt) - QR Code Friendly
Abendzeitung Montag, den 19.3.2018, Leserforum Seite 16, Titel: "Und ohne sie?

Wenn heute in der Tagespresse zu lesen ist: "Der Diesel macht uns krank", dann krieg ich Kopfweh. Die so genannte "Anti-Diesel-Hysterie" ist absolut gesteuert und forciert von bestimmten Gruppierungen, Miesmachern, Besserwissern und krankhaften Gestalten. Umweltschutz soll und muss sein, man muss aber dabei die Kirche im Dorf lassen.
 
Wenn ich mir Gedanken darüber mache, was uns alles "krank" macht, fallen mir eine ganze Menge an Gegebenheiten unserer Zeit ein, die wesentlich mehr zum "Kranksein" beitragen. Da ist die Hysterie mit dem Diesel, den Fahrverboten, der hysterischen Feinstaubbelastung nur als komplett gesteuert zu betrachten. Wo wären wir in Deutschland ohne der jetzt so verteufelten Automobilhersteller, den Zulieferern der gesamten Automobil-Branche? Es gäbe viele Millionen mehr Arbeitslose, weiteres persönliches Elend in unserem Lande, weil die Menschen auf das Geld angewiesen sind, das in diesen Bereichen verdient wird. An so etwas denkt keiner, man schaut nicht über den Tellerrand hinaus, man denkt nicht an die Folgen. Man denkt noch weniger daran, dass durch die fehlenden Einnahmen bei den Betroffenen unsere Sozialämter noch mehr aufzubringen hätten. Doch wer ist das Sozialamt? Nur für den Fall, dass nicht darüber nachgedacht wird, das sind wir alle, die im Staat Steuern, Abgaben oder auch Sozialbeiträge bezahlen.
 
Wo würden wir alle hinkommen, ohne Diesel-Lokomotiven, Bussen, großen und kleineren Lastwagen? Würden diese Marktschreier die gesamten Waren und Transporte aller Art auf ihrem Buckel oder Ihrem Fahrrad vornehmen. Das glaube ich kaum, ist doch unsere heutige, verweichlichte und verzogene Gesellschaft nicht einmal in der Lage ihren eigenen Mist wegzuräumen, den sie selbst verursachen! Dass diese Gedankengänge wahrscheinlich nur in den Wind geschrieben sind und nicht für voll genommen werden, ist leider eine traurige Zeiterscheinung. In der Presse liest man so etwas ohnehin nicht, wie sich immer wieder herausstellt.
 
Alois Sepp 
Weitere Artikel
Alois Sepp

Bewerten, Kommentieren und Teilen in sozialen Netzwerken und in der Bürgerredaktion:

Um diesen Artikel hier in der Bürgerredaktion zu kommentieren, bitte anmelden.

Stern inaktivStern inaktivStern inaktivStern inaktivStern inaktiv
 
(Durchschnittliche Bewertung 0 bei Bewertung(en))