Anschlag auf bayerische Tradition - QR Code Friendly
Die ersten Auswirkungen der GroKo 2018 sind schon in Sicht. Durch die Vereinbarungen im Koalitionsvertrag zwischen Union und SPD sollen jetzt mit gesetzlicher Unterstützung den Wirten und Gaststättenbetreibern von Biergärten vorgeschrieben werden, wie sie auf Zeit gebrauchte Mitarbeiter zu beschäftigen haben. Laut Meldungen soll den Wirten vorgeschrieben werden, dass sie wöchentlich mindestens 20 Wochenarbeitsstunden bezahlen müssen, egal ob Bedarf an Personal vorhanden ist oder nicht. Bedeutet, dass Arbeit auf Zuruf, also bei Saisonbetrieb z.B. in den Biergärten nicht mehr sein darf. Die Wirte müssten den Kellnern, Kellnerinnen, Spülern oder sonstigem Hilfspersonal mindestens 20 Stunden bezahlen, egal ob Sonne scheint oder nicht.
 
Für unsere Gesetzesmacher ist es unerheblich, woher die Wirte das Geld nehmen sollen, es ist denen offensichtlich noch nicht in den Sinn gekommen, dass ein Wirtshaus- oder Biergartenbesuch wesentlich teurer wird. Es ist unseren gut situierten Politikern offensichtlich noch nicht aufgefallen, dass ein stinknormaler Wirtshausbesuch mit einfachstem Essen und nur mal 2 Getränken (pro Person) für 2 Personen bereits mit über 50 Euro zu Buche schlägt.
Solches Ansinnen kann nur von Holzköpfen ausgehen, die nicht aufs Geld schauen müssen. Dazu gehören in jedem Falle unsere Damen und Herren Abgeordneten. Bedenkt man, dass zu DM-Zeiten ein einfacher Schweinsbraten mit ca. 7.00 DM, ein einziges Bier etwa 2,50 DM zu bekommen war, sind wir heute inzwischen Welten davon entfernt. Ein schlampiger Schweinsbraten kostet etwa 12,50 Euro und ein schlampiges Normalbier kostet heute fast überall 4,50 Euro. Ein einfaches Essen kostete damals knapp 10,00 DM, pro Person. Heute hingegen 17,00 Euro, umgerechnet in DM-Währung schlappe 34,00 DM, pro Person. Aber, laut statistischem Bundesamt ist ja nichts teurer geworden seit der Euro-Einführung.
Werden die Wirte und Gaststättenbetreiber dazu gezwungen, Personalkosten für Zeiten zu bezahlen, wo das Personal nicht gebraucht wird, also bei schlechtem Wetter, schlägt sich dies nochmals erschwerend auf die Preise nieder. Das sind Errungenschaften der GroKo 2018. Den Menschen, speziell in Bayern wird erneut ein weiteres Stück Gemütlichkeit, ein weiteres Stück Kulturgut genommen. Reicht schon der ganze Schmarrn mit den Rauchverboten!
 
Alois Sepp

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