Schlagwort: Die Rente muss gestärkt werden - QR Code Friendly


Immer mehr Menschen fürchten sich vor Altersarmut. Immer mehr Menschen wollen und müssen in Deutschland über das Renteneintrittsalter hinaus länger arbeiten. Aber nicht, weil der Beruf so mächtig Spaß macht, sondern weil durch die enormen Besteuerungen und Belastungen der Rente durch den Staat gegenüber früher massiv angestiegen sind. Alljährlich bekommt jeder Rentner oder Arbeitnehmer von der Rentenkasse einen Bescheid, wieviel er an Rente zu erwarten hat, wenn die Beiträge weiter so eintreffen wie bisher.
 
Dies ist ohnehin eine "Rentenlüge" erster Güte! Es wird nichts darüber ausgesagt, dass sich die Rente mit zunehmenden Jahren des Renteneintritts in der Besteuerung bei der Einkommensteuer erhöht. Es wird nichts darüber ausgesagt, dass der Krankenkassenbeitrag zu 100 Prozent davon abgezogen wird. Es wird nichts darüber ausgesagt, dass die Rente sich zusätzlich um den vollen Beitrag zur Pflegekasse mindert. Es wird nichts darüber ausgesagt, dass sich der Beitrag zur Pflegekasse nochmals erhöht, wenn man kinderlos geblieben ist. (egal ob verschuldet, oder unverschuldet)
 
In meinen Augen ist es staatlich sanktionierter Diebstahl aus unserer Kasse, in die wir im Regelfall über 45 Beitragsjahre eingezahlt haben. Es ist deshalb Diebstahl, weil wir das gesamte Arbeitsleben dem Staat, also den Rentenkassen, kostenlos unser Geld in Form von Sozialbeiträgen zinslos überlassen haben und aus diesem Grunde unsere Kaufkraft gewaltig dezimieren mussten. Zum Dank belegt der Staat unsere Rente mit zunehmender Steigerung bei der Einkommensteuer.
 
Wenn in einer Zeitung zu lesen ist, dass das Vertrauen der Bevölkerung in die gesetzliche Rentenversicherung geschwunden ist, ist dies nicht verwunderlich, bedient sich der Staat durch die erlassenen Gesetze der Politbeamten unserer Bundesregierung, immer dreister in unseren Taschen. Hinzu kommt, dass aus unserer Rentenkasse massive Entnahmen für Zweckfremde Verwendungen stattfinden.
 
Wenn es heißt: "Die Rente muss gestärkt werden", so kann dies mit einfachen Mitteln ohne Beitragserhöhungen durchgeführt werden, indem man die ungerechte "Besteuerung" der Rente massiv vermindert. Dies wäre der richtige und notwendige Weg, um der Altersarmut entgegen zu wirken. Nimmt die Altersarmut zu, werden die Sozialkassen ebenfalls immer weiter belastet, die Ausgaben der Sozialämter steigen immer schneller. Es würde also Sinn machen, die Renten gewaltig zu entlasten um der Altersarmut entgegen zu wirken, da auf der Gegenbuchungsseite die Kosten für den Staat wieder massiv sinken. Somit wäre es auch ein sehr guter Schritt in die richtige Richtung für die Jungen, jetzt noch im Arbeitsprozess steckenden Menschen. Unsere Politiker fordern immer ein, dass der kleine Mann/die kleine Frau selbst etwas Zusätzliches für die Alterssicherung tun soll. Eine ketzerische Frage an unsere Politiker: "Von was denn, wenn der Aufwand für das einfachste tägliche Leben nicht einmal bestritten werden kann?"
 
Aber, wen stört dies schon großartig? Es stört weder die Beamten, noch viel weniger unsere Politiker in Berlin. Laut heutiger Meldung in der Münchner AZ steigen ab 1. Juli 2018 die Rentenbezüge um 3,20 % im Westen, und 3,40 % im Osten. Das teilte der neue Sozialminister Hubertus Heil (SPD) mit. Die gute Lage am Arbeitsmarkt und die Lohnsteigerungen führten dazu. Wir dürfen gespannt darauf sein, was von diesen 3,2% nach Steuern und sonstigen Abzügen übrig bleibt. Bin mir absolut sicher, dass die allgemeine Teuerungsrate bis dahin und im weiteren Verlauf von 2018 den Wert der Erhöhung übersteigt. Bin mir auch ziemlich sicher, dass die alljährlichen Erhöhungen in unseren Altenheimen vermutlich wieder bei mindestens 4,5 % liegen.
 
Merkel kann wieder sagen: "Der Aufschwung ist bei den Menschen angekommen!"
 
Alois Sepp

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