Krankenkassen als unbeeinflussbare Geldanlage! - QR Code Friendly

Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hat die gesetzlichen Krankenkassen aufgefordert, angesichts milliardenschwerer Geldreserven die Mitgliedsbeiträge zu senken. «Geld horten ist nicht Aufgabe der Krankenkassen.»
«Der Spielraum ist bei sehr vielen Krankenkassen vorhanden, um die Beiträge zu senken. Die Versicherten haben einen Anspruch darauf. Es ist ihr Geld», sagte Spahn dem Redaktionsnetzwerk Deutschland. Die gesetzlichen Kassen hatten allein 2017 einen Überschuss von 3,15 Milliarden Euro erzielt. Unterm Strich verfügt die gesetzliche Krankenversicherung über ein Geldpolster von mehr als 28 Milliarden Euro. Das Potenzial für Beitragssatzsenkungen sei bislang nicht ausgeschöpft worden, hatte das Ministerium bereits im März geurteilt. GKV-Sprecher Florian Lanz begründete seine Aussage, es gäbe keinen Spielraum zur Beitragssenkung auch damit, dass zum 1. Januar diesen Jahres die Beiträge bereits gesenkt wurden.
 
Der feste Beitragssatz für gesetzlich Krankenversicherte beträgt 14,6 Prozent und wird paritätisch finanziert, also je 7,3 Prozent von Arbeitgebern und Arbeitnehmern.
-- so die Meldungen auszugsweise
Dass der Spitzenverband der gesetzlichen Krankenkassen natürlich eine Beitragssenkung in Abrede stellt ist klar, will ja vom Monetenpolster seiner Kassen nichts abgeben. Es wird großartig damit getönt, dass der Arbeitgeber die Hälfte des Pflichtbeitrages, also 7,3 % bezahlt. Es wird mit keinem Wort erwähnt, dass die Rentner alleine den halben Pflichtanteil aufbringen müssen, nicht wie früher die andere Hälfte auch vom Staat. Also beschummelt uns der Staat schon wieder und spart sich das Geld ein. Den Zusatzbeitrag von genau 1,1 Prozent zur Pflegeversicherung trägt der Rentner ebenfalls alleine, wobei unberücksichtigt ist, dass sich der Zusatzbeitrag nochmals erhöht, wenn man als "kinderlos" eingestuft wird.
 
Die Krankenkassen kann man somit als eine Art sonderbare und verpflichtende Geldanlage betrachten, die wir leider nicht beeinflussen können. Betrachtet man das Milliardenpolster der Krankenkassen, kann man es auch mit den Banken vergleichen. Der Sparer bekommt weder von der Bank, noch viel weniger von der Krankenkasse Zinsen für sein Guthaben. Das Milliardenpolster der Krankenkassen ist nur den laufenden Zuzahlungen zu jeglichen Medikamenten und Verordnungen zuzurechnen. Alles dies haben zum Großteil nur die Versicherten aufgebracht. Ebenso steigert man das Milliardenpolster durch durch die laufenden Streichungen von Leistungen. Dabei verdient die verarmte Ärzteschaft auch noch kräftig dabei, indem sie dem Patienten so mancherlei Schnick-Schnack schmackbar macht, der ohnehin nicht von den Krankenkassen übernommen wird.
 
Alois Sepp
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