will kommen auf der Buergerredaktion   Click to listen highlighted text! will kommen auf der Buergerredaktion Powered By GSpeech

Wieder ein etwas zu kurz gedachtes Hirngespinst von unserem Entwicklungsminister Gerd Müller (CDU) in Deutschland.
Entwicklungsminister Gerd Müller kann sich vorstellen, eine Steuer auf Plastik einzuführen. "Wir können nicht einfach hinnehmen, dass immer mehr Mikroplastik unsere Weltmeere verschmutzt", sagte Müller. "Wenn sich zeigt, dass auf Grundlage freiwilliger Vereinbarungen keine Lösung möglich ist, muss der Gesetzgeber reagieren. Dann müssen wir über eine Plastiksteuer als Alternative nachdenken." Möglich sei es auch, die Mehrwertsteuer zu senken für Produkte, die aus Recycling-Plastik hergestellt wurden.
 
Wieder so ein unüberlegter Schmarrn aus der CDU. Erstens wird durch eine Einführung einer Plastik-Steuer in Deutschland kaum das "Weltmeer" entlastet und sauberer. Es ist kaum anzunehmen, dass so viele deutsche Bundesbürger sich auf einer Kreuzfahrt befinden und darüber hinaus ausgerechnet ihre Plastik-Tüten über Bord werfen. Diejenigen, die sich auf diesen Schiffen befinden werden sich zweitens kaum mit Plastiktüten abgeben.
 
Drittens wäre die angedachte, geänderte Mehrwertsteuer wieder ein erneutes Bürokratiemonster. Also käme in Deutschland lediglich unter dem Strich wieder eine Zusatz-Steuer heraus, die uns Normalbürgern auf billige und vorgeschobene Weise aufgedonnert würde.
 
Alois Sepp

Nachsatz:
 
Mir wurde nachgesagt, dass ich nur zu kurz denke, zwischen den Zeilen gelesen nur "Blah-Blah" von mir gebe, mich mit dem Thema zu wenig oder oberflächlich befasst habe, es traurig ist,  unter dem Logo des Bürgerjournalismus so etwas ins Internet kippe. Nun ja, es soll jeder für sich mit seinen Gedankengängen klar kommen!
 
Ich bin nach wie vor der Meinung, dass eine so genannte Plastik-Steuer ein Hirngespinst ist. Was passiert denn durch eine Plastik-Steuer wirklich? Die Hersteller allesamt, die sich - l e i d e r -  heute nur mit allerlei unnützem Plastik-Geraffel  auf dem Markt tummeln, werden wegen einer höheren Besteuerung von Plastik kaum ihr Geschäftsgebahren oder ihre Produktionsstraßen ändern, sondern einerseits ganz einfach und brav die höhere Besteuerung an die Kunden weiterreichen, andererseits die höheren Gestehungskosten steuerlich abzusetzen versuchen. Wem ist damit geholfen? Nicht der Umwelt, nicht den Kunden, am allerwenigsten werden die Müllberge kleiner.
 
Wenn etwas seitens der "Oberen" wie es ausgedrückt wurde, gegen die Mikroplastik-Verschmutzung unternommen werden soll, gehörten eine Unmenge an Kunststoffverpackungen strikte verboten. Nur das hilft weiter in meinen Augen. Es soll dem Autor zugestanden werden, wenn ein Artikel im öffentlichen Netz mit der Aussage eines Ministers, bezüglich "Verschmutzung der Weltmeere durch Mikroplastik", unterstützt mit einer am Baum hängenden Plastiktüte dargestellt wird, dass man es so simpel betrachtet und darstellt. Unter Mikroplastik stelle ich mir etwas anderes vor, als eine am Baum hängende Plastiktüte. Wenn dann zeitgleich im gleichen Artikel von Verschmutzung der Weltmeere gesprochen wird, darf man sich darüber in berechtigter Weise seine Gedanken machen, meine ich.
 
Mich kotzt es am laufenden Band an, dass unsere werte Verpackungsindustrie ohne Rücksicht auf Verluste jeden noch so kleinen Artikel in absolut fest eingeschweisste Blister-Verpackungen verstaut. Es ist gelinde ausgedrückt eine Sauerei, weil man diese idiotischen Verpackungen selten, ja, ganz selten, überhaupt ohne Werkzeug aufmachen und entfernen kann. Noch viel schlimmer ist, dass man sich bei halbgeöffneten Verpackungen mit den scharfkantigen Schnittstellen auch noch gewaltig verletzen kann. (Dies stört offensichtlich niemanden, weder die Nörgler auf breiter Front, noch Sicherheitsbehörden, TÜV usw.)
Man kann sich lebhaft auch ohne Hochschulstudium absolviert zu haben vorstellen, wie lange so ein Plastik-Zeugs braucht, bis es ohne Umweltschäden anzurichten abgebaut ist. Ich meine, so viel wie nie! Da kann der Gedanke einer ordentlichen Entsorgung noch so gut vollzogen werden, es bleiben auf lange Sicht gesehen massive Schäden. Also bleibt bei echter Müllvermeidung im Sinne einer umweltgerechten Handlungsweise nur das drastische Verbot übrig. Eine Zusatzsteuer regelt in keinem Falle sowohl das Verhalten unserer heutigen Gesellschaft, noch weniger das Verhalten der Kunststoffindustrie. Warum kann man nicht wie es in den schweren Nachkriegsjahren und in Zeiten des Wiederaufbaus in Deutschland war, Papiertüten und ordentliche Kartons verwenden? Sowohl Papier wie auch Kartons sind umweltverträglich und natürlich abbaubar.

Ferner eine wahre Begebenheit von mir, die ich anlässlich eines Spanien-Urlaubs an der südlichen Mittelmeerküste erlebte:
 
Ich beobachtete eines Tages nachmittags weit draußen auf dem Mittelmeer einen grünen Gegenstand, bei dem ich meinte, dass etwas je nach Wellengang auf und zu klappte. Ich machte mir die Mühe und schwamm weiter raus bis ich erkennen konnte was es war. Jetzt kommts: "Es war eine komplette Klobrille mitsamt Deckel". Je nach Welle klappte der Deckel mal auf, mal wieder zu. Ich wunderte mich sehr, dass sich so etwas im Meer befinden konnte. Dass dieser Gegenstand nicht freiwillig und ohne Zutun sich von einer Toilettenschüssel entfernt und aufs Meer schwimmt, dürfte jedem einleuchten. Es ist mit Sicherheit menschliches Zutun, zumindest aber Schlamperei im Spiel gewesen. So verhält es sich auch, wenn sich in unseren Meerestieren allerlei Geraffel im Magen wiederfindet. Dieser Saustall ist mit keiner Zusatzsteuer zu verhindern, sondern mit einem drastischen Verbot. Daher halte ich eine Plastik-Steuer weiterhin für zu kurz gedacht und ein Hirngespinst. Hinzu kommt, dass sich ein Verbot, eine Einschränkung von Plastik auf nur deutschem Boden absolut nichts bringt, bezieht man sich auf die "Weltmeere"!
 

Dass man bei vielen heutigen Zeitgeistern die früher übliche Erziehung vermisst, ist eine andere Sache. Uns wurde in frühester Jugend in der Familie schon beigebracht, dass wir unseren Müll/Abfall usw. gefälligst wieder einzupacken und mitzunehmen haben. Heute wird vielfach wenn es leer gegessen oder leergetrunken ist, um es zivilisierter auszudrücken, überall hingeschmissen oder liegen gelassen. So nach dem Motto: "Irgend ein Trottel räumt meinen Mist schon auf!"
 
Ich wünsche allen unseren Lesern dennoch ein angenehmes Pfingstwochenende!

Nachsatz 2:

Jetzt hat das Europa-Parlament doch schon mal erkannt, dass man den Plastikmüll, bzw. vor allem die idiotischen Plastikverpackungen und das ganze Einweg-Plastk verbieten muss. Eigenartig, dass man das Kind erst versucht aus dem Wasser zu retten, wenn es schon halb tot ist. Darum geht auch in der europäischen Politik nichts vorwärts, weil man sich vorher lieber totquasselt als zu Handeln. Die Europolitiker haben jetzt schon erkannt, dass man den Herstellern auf die Füße treten und zum Handeln zwingen muss. Eine Steuer auf Plasikartikel regelt weder Müllberge noch die Gesundheit. Es hilft nur ein drastisches Verbot von dem Kunststoff-Geraffel, wobei es jetzt nicht 5 vor 12 ist, sondern schon viel  später!



Um zu kommentieren, müssen Sie in Ihrer Sprache registriert und angemeldet sein

Stern inaktivStern inaktivStern inaktivStern inaktivStern inaktiv
 
(Durchschnitt 0 aller Bewertungen)

Additional information

Idee, Design, Programm und Copyright  ©2019 by Michael Maresch



Click to listen highlighted text! Powered By GSpeech
Cookies erleichtern das Bedienen der Bürgerredaktion. Mit der Nutzung unserer Seite erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden.

Datenschutz Info Ok Ablehnen