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In der Presse ist zu lesen, dass Ärzte Gesetze gegen Korruption in der Praxis ablehnen. Dies mag für den größten Teil der Ärzteschaft berechtigt klingen.
Wenn der Ärztepräsident Montgomery behauptet: "Es gebe so gut wie keine korrupten Ärzte", so spielt er das Thema weit herunter oder er hat von seinem Laden keine Ahnung.
Wie kann es dann möglich sein, dass Falschabrechnungen, Betrug und Korruption die Beitragszahler jährlich geschätzt zwischen fünf und 18 Milliarden kosten. Zugegeben, es ist als Schätzung dargestellt, aber die Spreizung zwischen 5 und 18 Milliarden Euro zum Schaden der Beitragszahler ist erschreckend.
Dem gesamten Spuk könnte ein- für allemal ein Ende gesetzt und ein Riegel vorgeschoben werden. Doch der Gesetzgeber traut sich an die heilige Kuh "Mediziner, Ärzteschaft und Pharmalobby nicht ran.
In jedem anderen Geschäft unseres Lebens gibt es Ware, Ausgangslieferschein, Empfangslieferschein und letztlich die Rechnung. Erst wenn alles übereinstimmt und ordentlich vom Kunden gegengezeichnet ist, fließt Geld.
Warum nicht auch so bei den Abrechnungen durch die Ärzte? Wenn es so gut wie keine korrupten Ärzte gibt, warum ziert man sich hier ein durchsichtigeres Abrechnungssystem einzuführen?
Offensichtlich werden hier Zwischenstellen durchgefüttert, der Patient ohne klarem Erkennungsmerkmal stets zur Kasse gebeten.
Herr Montgomery erklären Sie dies einmal den Normalbürgern und Patienten.
Alois Sepp