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Abendzeitung, Dienstag, den 04.08.2018, Leserforum, Seite 23, Titel: "Endlich aufgewacht"
O, welch' ein Wunder! Unsere Kanzlerin ist vom Dämmerschlaf erwacht und greift ein Thema auf, das die Bevölkerung in Deutschland schon längst haben möchte, nämlich: "Die Abschaffung der irrsinnigen Zeitumstellerei". Vermutlich wäre sie diesem Thema nicht näher getreten, wenn ihre Umfragewerte nicht schon in Richtung Abgrund gewandert wären. Vermutlich hätte sie dieses Thema ebenfalls nicht aufgegriffen, wenn nicht seitens der EU dies endlich aufgegriffen worden wäre.
Sie freue sich, dass die EU-Kommission das Votum gegen die Zeitumstellung in einer europaweiten Umfrage ernst nehme. Nun "sollte etwas daraus folgen", sagte die Kanzlerin.

Das wäre seit langer Zeit einmal etwas zu Gunsten der Menschen in unserem Lande. Doch etwas Zweifel darf man bei uns schon haben, wurde doch schon viel von unserer Politbühne verkündet, vor allen Dingen vor den Wahlen! Ein Schelm, der Schlechtes dabei denkt!
 
In einer gestrigen Straßenumfrage eines TV-München-Reporters sprachen die meisten von der angeblichen Energieeinsparung bei der Sommerzeit. Ist jedoch etwas zu kurz gedacht, denn die Einsparung erfolgt bestenfalls bei der reinen Beleuchtung, weil die Tageshelligkeit (wolkenlos betrachtet) länger vorherrscht. Sämtliche anderen, elektrischen  Energieverbräuche bleiben gleich, weil man diese nach wie vor benötigt. Es wird ja bei der Zeitumstellung lediglich das Zeitfenster innerhalb des 24-Stunden-Zeitraums verschoben. Von der allgemeinen Wirtschaftlichkeit noch gar nicht gesprochen, weil die gesamten Nebeneffekte, einhergehend mit dem Umstell-Zwang ebenfalls entfallen.

Die EU-Kommission wäre gut beraten, die jeweilige Zeit (Sommer- oder Winterzeit) einheitlich in ganz Europa festzulegen, nicht, wie bereits ausgesagt wurde, jedem einzelnen Land die Zeit unterschiedlich bestimmen zu lassen. Es wäre eine einfache Sache, wenigstens in ganz Europa die physikalischen Naturelemente wie Licht/Zeit, für Alle gleich vorzugeben. Entweder man will ein "geeintes" Europa oder wir gehen gleich wieder zur "Kleinstaaterei" zurück. Dann wäre für uns Steuerbürger in Deutschland sofort eine große Last genommen, man könnte den gesamten überbordenden "Europa-Bürokratismus" mitsamt der gut bezahlten Beamten, Ministerien und Verwaltungen einsparen.
 
Alois Sepp

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