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Man kann hier kein gesetzliches Mittel erfinden, jeder Todesfall, jede Organspende ist anders gelagert.
Im Erlebensfall, wenn ich einem anderen Menschen ein Organ spende, ist es eine anders gelagerte Situation. In der lapidaren Bezeichnung heißt es auch "Organspende"! In dieser Situation spende ich ganz bewusst einem anderen Menschen ein Organ.
 
Im Todesfall hingegen ist es eine andere, ganz andere Situation. So traurig es ist, dass in Deutschland viele Menschen auf ein "Spenderorgan" warten, man kann und darf es jedoch nicht "automatisieren"! Wenn ich mir vorstelle, dass per Gesetz jetzt jeder Tote ohne Einflußmöglichkeit der Angehörigen so einfach "aufgeschnibbelt" wird, nur um nachzuschauen, ob seine Organe in irgendeiner Form "verwertet" werden können, dann sind wir bereits wieder in einer absoluten "Diktatur" angekommen. Niemandem, erst recht nicht dem Staat steht das Recht zu, meinen Körper auszuschlachten. Wer verdient an dem gespendeten Organ?
 
Ansonsten wäre ein sinnvoller Vorschlag, wie bereits von Herrn Roland Klose hier in der Bürgerredaktion aufgezeigt, ein sinnvoller und fairer Weg, das Spenderproblem zu lösen.
 
Im übrigen frage ich mich ernsthaft, wo das entfallene Sterbegeld hingekommen ist, das die Kassen so einfach gestrichen haben? Die Beiträge wurden deshalb nicht gesenkt! Es wäre an der Zeit, eine andere, für viele bessere Möglichkeit nachzudenken. Vor allen Dingen kann es der Betreffende, der Organspender, zu seinen Lebzeiten selbst bestimmen, was mit ihm nach seinem Ableben geschehen soll. Spendet jemand seine Organe nach dem Tod, sollten die Kassen als Entgegenkommen wieder ein Sterbegeld oder von mir aus eine Bestattungskosten-Pauschale auszahlen.
 
Alois Sepp
 
Münchner Abendzeitung vom 18.01.2020, S. 24, Titel: "Nicht automatisch"
So traurig es ist, dass in Deutschland viele Menschen auf ein "Spenderorgan" warten,
man kann und darf es jedoch nicht automatisieren. Alois
Sepp


Münchner Merkur Ausgabe Münchner Zeitung vom 18.01.2020 Seite 44 / Leserbriefe

Man kann hier kein gesetzliches Mittel erfinden, jeder Todesfall, jede Organspende ist an-
ders gelagert. Im Erlebensfall, wenn ich einem anderen Menschen ein Organ
spende, ist
es eine anders gelagerte Situation. In der lapidaren Bezeichnung heißt
es auch Organ-
spende. In dieser Situation spende ich ganz bewusst einem anderen
Menschen ein Organ.

Im Todesfall hingegen ist es eine ganz andere Situation. So
traurig es ist, dass in Deutsch-
land viele Menschen auf ein Spenderorgan warten,
man kann und darf es jedoch nicht
automatisieren! Wenn ich mir vorstelle, dass
per Gesetz jetzt jeder Tote ohne Einflussmög-
lichkeit der Angehörigen so einfach
aufgeschnibbelt wird, nur um nachzuschauen, ob seine
Organe in irgendeiner Form
verwertet werden können, dann sind wir bereits wieder in einer
absoluten
Diktatur angekommen. Ansonsten wäre ein sinnvoller Vorschlag, wie bereits von Roland Klose in der Bürger-
redaktion aufgezeigt, ein sinnvoller und fairer Weg, das Spenderproblem zu
lösen. Im
Übrigen frage ich mich ernsthaft, wo das entfallene Sterbegeld
hingekommen ist, das die
Kassen so einfach gestrichen haben? Die Beiträge wurden
deshalb nicht gesenkt! Es wäre
an der Zeit, über eine andere, für viele bessere
Möglichkeit nachzudenken. Vor allen Din-
gen kann es der Betreffende, der Organ
spender, zu seinen Lebzeiten selbst bestimmen,
was mit ihm nach seinem Ableben
geschehen soll. Alois Sepp
 
Hamburger Morgenpost vom 18.01.2020 Seite 45 / FOR

Man kann hier kein gesetzliches Mittel erfinden, jeder Todesfall, jede Organspende
ist anders gelagert. Im Erlebensfall spende ich ganz bewusst einem anderen
Menschen ein Organ. Im Todesfall hingegen ist es eine andere ganz andere Situation. So
traurig es ist, dass in Deutschland viele Menschen auf ein Spenderorgan
warten, man
kann und darf es nicht automatisieren! Wie bereits im Leserbrief von
Roland Klose aufge-
zeigt, wäre im Gegenzug die Auszahlung eines Sterbegeldes
seitens der Krankenkassen
ein sinnvoller und fairer Weg, das Spenderproblem zu
lösen. Im Übrigen frage ich mich, wo
das entfallene Sterbegeld hingekommen ist,
das die Kassen gestrichen haben.
Die Beiträge wurden nicht gesenkt! Alois Sepp


Berliner Kurier vom 21.01.2020 Seite 15 / WIE ICH ES SEHE
Ganz bewusst einem anderen ein Organ spenden
Man kann bei der Organspende kein gesetzliches Mittel wie ein Gesetz oder eine Verord-
nung erfinden. Jeder Todesfall, jede Organspende ist anders gelagert. Im
Erlebensfall,
wenn ich einem anderen Menschen ein Organ spende, ist es eine
Situation. Die lapidare
Bezeichnung heißt ja auch "Organspende"! Das sagt
eigentlich alles aus über den Fakt:
In dieser Situation spende ich ganz bewusst
einem anderen Menschen ein Organ. Im
Todesfall hingegen ist es eine ganz andere
Situation. So traurig es ist, dass in Deutschland
so unendlich viele Menschen auf
ein Spenderorgan warten, man kann und darf das jedoch
nicht automatisieren! Wenn
ich mir vorstelle, dass per Gesetz jeder Tote ohne Einfluss-
möglichkeit der
Angehörigen so einfach aufgeschnitten wird, dann sind wir wieder in einer
Diktatur
angekommen. Der Betreffende, der Organspender, sollte bereits zu seinen Leb-
zeiten
selbst darüber bestimmen, was mit ihm und seinen Organen nach seinem Ableben

geschehen soll. Mit nachdenklichen Grüßen, Alois Sepp, München
 
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