Sicherlich kann man es nicht für gut befinden, dass unsere in Russland arbeitenden Stiftungen durch Russlands Justiz behandelt werden, als wären es schwere Jungs. Wenn unser Altkanzler Gerhard Schröder Russlands Präsidenden Putin als Demokraten bezeichnet, dann weiß ich nicht mehr so richtig, wo bei ihm das "Demokratieverständnis" gelandet ist. Oder handelt er auch nur nach dem heute üblichen Motto: "Wessen Brot ich ess´, dessen Lied ich sing!"

Ferner frage ich mich allen Ernstes, was macht eine Konrad Adenauer-Stiftung oder andere wie z.B. Ebert-Stiftung überhaupt in Russland? Gibt es dort etwas zu holen, oder sollen nur bestimmte Leute bekehrt werden? Mit demokratischem Verständnis kann man keinen Grund erkennen, dort tätig sein zu müssen. Es gäbe bei uns im eigenen Land weiß Gott viele Gelegenheiten, sich irgendwelchen guten und gemeinnützigen Angelegenheiten zuzuwenden. Das Demokratieverständnis hört spätestens dann in Russland auf, wenn dort Menschen aus nichtigem Grund eingelocht werden, wenn Leute auf Nimmerwiedersehen verschwinden, oder gar Menschen aus mysteriösen Umständen ums Leben kommen.

Alois Sepp

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