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In Deutschland kann man sich als Bürger bloss noch wundern. Die einen streiten, ob der 8. Mai, Tag der Beendigung des 2. Weltkrieges und Befreiung durch die Alliierten, Feiertag werden soll, die anderen ob Homo- oder Heterosexualität normal ist. Wieder andere werden durch übereifrige Klagen, durch Polizeibeamte in Ausgangsbeschränkungszeiten an Balkonkonzerten gehindert und kostenpflichtig abgestraft.
 
Kurzer Sachstand auszugsweise aus der Pressemeldung von heute:

Nur ein bisschen gute Laune wollten Julia Böttcher-Andresen (39) und Coco Düppers (31) am Ostersonntag verbreiten: Die Sängerin und die Violinistin der Band "Seemannstochter" musizierten auf ihrem Balkon für einen Facebook-Livestream, wollten Geld für die Aktion „Save our Sounds“ sammeln.

Ihren schönen Ausblick vom Balkon auf die Elbe und den Hafen nutzten die beiden Band-Mitglieder als Hintergrund für ihren Facebook-Livestream. Doch das Balkonkonzert fand nicht nur online Anklang, auch ungefähr 50 Passanten blieben vor dem Haus stehen.
 
Obwohl die Zuhörer dabei Abstand zueinander gehalten haben sollen, wurde die Polizei eingeschaltet. Nach knapp 30 Minuten beendeten die Beamten das Konzert – und leiteten ein Ordnungswidrigkeitsverfahren ein.
--- soweit der Auszug

Meine Meinung dazu:
In Italien und auch anderswo finden ganze Balkonveranstaltungen in jedweder Form statt, keine Sau stört das.
Bei uns applaudieren diverse Gruppen für die Menschen, die in systemrelevanten Berufen aus Gründen der Corona-Pandemie zum Wohle der Kranken oder fast weggesperrten Alten in den Senioren- und Pflegeeinrichtungen ihren Dienst tun.
Andererseits werden diejenigen dafür bestraft, dass sie in dieser einschränkenden Zeit etwas für die Allgemeinheit tun. Unsere Polizei muss einschreiten und so etwas abbrechen und ein  Ordnungswidrigkeitenverfahren einleiten. Die weiteren Amtsstuben haben daraufhin nichts weiteres im Sinn, als die Veranstalter mit Bußgeldern zu belegen!
 
Nachdem ich als Kriegsgeborener die Zeit im Dritten Reich nicht aktiv miterlebt, jedoch aus den Berichten von Eltern, Großeltern und anderen damalig Lebenden gehört habe, erinnert mich dieses heutige Geschehen fast an die damaligen Zeiten, in der die allgegenwärtigen "Staatsmächte" ihr Unwesen trieben.
 
Alois Sepp
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