Es ist soweit bei Kaufhof-Karstadt - QR Code Friendly

Bild: pxhere

Soweit bis jetzt bekannt ist, werden mindestens 62 Filialen von Galeria Kaufhof-Karstadt schließen. Der Handelsriese musste angesichts der Corona-Krise Anfang April Rettung in einem Schutzschirmverfahren suchen. Dieses gilt als Vorstufe der Insolvenz, folgt den gleichen Regeln und mündet oft in ein reguläres Insolvenzverfahren. Es wurde danach angekündigt, dass im Zuge der Sanierung bis zu 80 der 172 Warenhäuser geschlossen werden könnten. Der Sanierungsplan muss bis Ende des Monats vorliegen, um ein reguläres Insolvenzverfahren zu vermeiden.
 
Es ist also soweit, dass schon wieder einige Tausend Mitarbeiter ihren Arbeitsplatz verlieren. Dies alles im Zuge der Sanierung Galeria  Kaufhof-Karstadt. Es ist also soweit, dass der österreichische Immobilien-Investor Rene Benko jetzt mit Hilfe der Corona-Pandemie in diesem Handelsriesen mit stählerner Härte sanieren kann. Ohne Corona hätte er sein Gesicht nicht so wahren können wie jetzt. Corona ist "Auslöser", vermutlich auch gleich willkommener "Anlass" für diesen Kahlschlag.
 
Die Einkaufswelt in so manchen Standorten ist düsterer geworden. Durch die Sanierung steigen die Gewinne wieder an, weil die Unkosten drastisch zusammengestrichen werden. Das Schlimmste dabei ist, dass Tausende Mitarbeiter und deren Familien ihren Broterwerb verlieren, somit auf billige Weise der Staatskasse überstellt werden. Zugleich wird die Staatskasse noch um einen Zuschuss geplündert, alles natürlich unter dem Vorwand, "Arbeitsplätze" zu erhalten! Seit Corona sind vermehrt in den Konzernleitungen nur noch "Raffke's" unterwegs!
 
Alois Sepp
 
 

Nachsatz vom 20.06.2020:

Der angeschlagene Warenhauskonzern hatte gestern angekündigt, 62 seiner 172 Häuser zu schließen. Nach Angaben des Gesamtbetriebsrates werden dadurch insgesamt 5317 Mitarbeiter ihre Arbeit verlieren. Der Konzern hat derzeit noch 28.000 Beschäftigte.

Ebenso wurde heute bekannt, dass 20 der 30 Niederlassungen der Tochter Karstadt Sports dicht gemacht werden. Insgesamt seien hiermit wieder 700 Arbeitsplätze betroffen, heißt es. So wie es sich darstellt wütet der Sanierer "Rene Benko" immer drastischer, immer mehr Mitarbeiter werden dem Sozialsystem zur Last übereignet. Und unsere Regierung sieht tatenlos zu, stopft den Sanierern obendrein ohne besonderer Auflagen noch die Taschen voll!

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