Ob Rentnerpartei Deutschlands, RRP, 50 Plus Brandenburg oder DSP, sind alle schon existent oder existent gewesen. Damals bei der DSP, (Deutsche-Senioren-Partei) haben viele Ehrenamtliche aktiv gearbeitet, viel Zeit und fast nur privates Geld investiert, doch leider vergebens. Bei den Versammlungen und Treffen waren den meisten "Senioren" damals die Fernsehsendungen mit Florian Silbereisen wichtiger, als die eigenen Probleme! Leider!! Es war auch kaum möglich ein ordentliches Mitgliederpolster zu gewinnen.
Wir fragten uns immer wieder warum? Es heißt zwar immer gebetsmühlenartig, dass es 20 Millionen Rentner gibt, diese Rentner ein massives Wählerpotenzial darstellen. Sieht man aber genauer hin, muss man feststellen, dass fast die Hälfte der Rentnerinnen und Rentner sehr betagt und darüber hinaus krank, behindert oder sonstwie geschwächt sind, ihre Umwelt wegen der Bettlägerigkeit und des Zustandes nicht mehr richtig erfassen können. Die andere Hälfte teilt sich wieder auf in solche, die noch beweglich sind, in solche die sich finanziell etwas mehr leisten können und andere, für die es kaum zum Leben reicht. Bedeutet, dass sich viele den damals recht niedrigen Mitgliedsbeitrag von 24 Euro im Jahr nicht leisten konnten oder wollten.
Es wäre für uns damalige Aktive eine große Unterstützung gewesen, hätten wir genug zahlende Mitglieder gehabt. So waren wir dazu verdonnert, fast jede Fahrt, jede Übernachtung, jedes Getränk und Essen bei Parteiveranstaltungen aus eigener Tasche zu bezahlen.
Hinzu kommt, dass es für die Senioren keine Lobby gibt, keine Fürsprecher. Im Gegenteil, die ältere Generation wird von vielen Jüngeren nur noch als üble und überflüssige Last in der Gesellschaft betrachtet. Die Medien wie auch die Politiker schaffen es immer wieder, die Kluft zwischen Alt und Jung in unangenehmer Form anzuheizen. Es wird laufend versucht, den Rentnerinnen und Rentnern ein schlechtes Gewissen einzureden, weil der Staat Zuschüsse in die Rentenkasse einzahlt. Es wird aber nie dargestellt, dass seit Konrad Adenauer die Rentenkassen durch die Politiker aller Farben schamlos geplündert wurden, dass den Rentenkassen immer mehr versicherungsfremde Leistungen aufs Auge gedrückt wurden. Es wurde nie darauf hingewiesen, dass die Ostrenten ebenfalls den Rentenkassen aufgebrummt wurden, obwohl dafür keine finanziellen Leistungen eingezahlt wurden. Es wurde nie darauf hingewiesen, dass für viele Leistungen, die eigentlich aus den allgemeinen Steuern aufgebracht werden müssten, aus den Rentenkassen zu erbringen sind.
Solange in unserer Gesellschaft durch Politik und allen Medien die unsachlichen und einseitigen Berichterstattungen so gesteuert werden, werden sich die Rentnerinnen und Rentner eher als Melkkühe vorkommen müssen. So wie es den derzeitigen und künftigen Rentnern am laufenden Band vorgemacht wird, dass sie in der heutigen Gesellschaft der Emporkömmlinge und eingebildeten Jüngeren keinen Wert mehr haben, ja sogar sehr geringschätzig betrachtet werden, wird sich auch kaum ein Rentner zu einer politischen Gegenbewegung aufraffen wollen. Solange dieser Zustand so vorherrscht, haben unsere raffgierigen und sich selbst sichernden Politiker ein leichtes Spiel. Wie gesagt, ein Großteil der älteren Menschen liegt hilflos in den Pflegebetten und ist auf das Almosen der Pflegekassen und Pflegekräfte angewiesen.
Wie kann dann eine ordentliche Renterpartei entstehen? Es bleibt also nach wie vor ein Wunschtraum, weil die ältere Genration keine Lobby und Fürsprecher hat!
Alois Sepp
Rentnerpartei Deutschlands, Wunschtraum?
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- Geschrieben von: Handwerksmeister Alois Sepp
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