Rundfunkbeiträge! Muss man da noch mehr sagen? (gedruckt) - QR Code Friendly
Einem Bericht zufolge, den ich gestern erhielt, braucht man die Rundfunkbeiträge, vor allem die neuerliche "Erhöhung", nicht weiter zu kommentieren! Oder muss man dazu noch weiters etwas sagen?

-- hier der Bericht:
Gehalts-Ranking: Von Tom Buhrow bis Patricia Schlesinger - das haben die ARD-Intendanten 2019 verdient
13.08.2020
Marc Bartl
Die ARD hat die Jahresgehälter der Intendantinnen und Intendanten ihrer Landesrundfunkanstalten veröffentlicht. Wie hoch die Bezüge der Führungskräfte, von Tom Buhrow bis Patricia Schlesinger, im vergangenen Jahr lagen - und was Redakteure verdienten.

Laut der Tabelle auf ard.de
kommt der WDR-Intendant und derzeitige ARD-Vorsitzende Tom Buhrow auf 395.000 Euro Jahresgehalt 2019. Ulrich-Wilhelm (BR) und Lutz Marmor (NDR) gehören mit 388.000 Euro bzw. 365.000 Euro zum Spitzentrio.
Jahresgehälter 2019:
Tom Buhrow (WDR) 395.000 Euro
Ulrich Wilhelm (BR) 388.000 Euro
Lutz Marmor (NDR, inzwischen pensioniert) 365.000 Euro
Kai Gniffke (SWR) 343.000 Euro
Manfred Krupp (HR) 286.000 Euro
Karola Wille (MDR) 275.000 Euro
Yvette Gerner (Radio Bremen) 270.000 Euro
Patricia Schlesinger (RBB) 261.000 Euro
Thomas Kleist (SR) 245.000 Euro
Beim ZDF liegen Angaben für das Jahr 2018 vor: Demnach beliefen sich die Einkünfte von Thomas Bellut auf 369.000 Euro.
Die Direktoren der ARD verdienten 2019 im Monat zwischen 14.202 Euro (SR) und 19.989 Euro (NDR). Die Bezüge der Programmchefs und Hauptabteilungsleiter lagen zwischen 10.315 Euro (SR) und 13.876 (NDR) im Monat.
Beim Monatsgehalt von Redakteurinnen und Redakteuren nennt die ARD eine Spanne von 3.681 Euro bis zu 10.728 Euro.
Hintergrund: Die öffentlich-rechtlichen Sender sind gesetzlich dazu verpflichtet, die Gehälter und Vergütungen offenzulegen. Die Kommission zur Ermittlung des Finanzbedarfs (Kef) hatte bei ihrem letzten Finanzbericht das Gehaltsgefüge der öffentlich-rechtlichen Sender als zu hoch kritisiert, vor allem im Vergleich zum öffentlichen Dienst. Die ARD hatte die Kritik zurückgewiesen.
-- Ende des Berichts.

Meinung eines stinknormalen Bürgers in Deutschland, an den Intendanten des bayerischen Rundfunks, Herrn Ulrich Wilhelm:

Einziger Kommentar sollte jetzt schon etwas ketzerisch sein, dass es den verarmten Öffentlich-Rechtlichen Sendeanstalten verdammt schlecht geht. So wie es aussieht, würde es mich nicht besonders wundern, wenn die allesamt beim Bundesfinanzminister um Staatshilfen ansuchen. Die verarmten Anstalten sind so arm dran, dass sie ihrem Spitzenpersonal "Spitzengehälter" auszahlen können. Von diesen Gehältern kann der normale Bürger oder Rentner nicht einmal träumen. Die ARD sollte sich schämen, wenn sie wegen der nicht genehmigten Rundfunkgebühren-Erhöhung Kritik übt. Noch dazu in einer von CORONA gebeutelten Zeit, wo den Bürgern dieses Landes nur noch Einschränkungen auferlegt werden!

Dabei werden wir Zuschauer mit immer mehr Produktionen aus der Mottenkiste bedient. Dieses Programm aus der "Mottenkiste" kostet den Sendeanstalten keinerlei Geld mehr. Es ist nicht einzusehen, dass wir dafür wieder mehr Geld bezahlen sollen. Wir gebeutelte Bürger bekommen keine automatischen, zwangsweise eingetriebenen Gelder! Das wird von Herrn Wilhelm schlichtweg vergessen. Betrachtet man das Gehalts-Ranking  vorstehender Tabelle, kann man nur noch fassungslos den Kopf schütteln. Sie jammern wirklich nur auf sehr hohem Niveau, Herr Wilhelm. In einer Nachbemerkung sollte zu den Filmen aus der Mottenkiste gesagt werden: "Diese Filme und Sendungen sind in Qualität selbst in "schwarz-weiß" noch besser, als der heute produzierte Zauber!, den Sie uns vorsetzen". Jede Sendeanstalt sollte sich seine Gelder genau so selbst verdienen und erarbeiten müssen, wie jeder andere Wirtschafts-Betrieb auch. Nachdem die Sendeanstalten ihr Geld mit "Automatismus" bekommen, brauchen sie sich mit dem Programm sowieso nicht besonders anstrengen, meine ich.

Alois Sepp


Münchner Merkur, Ausgabe vom 11.12.2020, Leserbriefe, Seite 13, Kritik an Öffentlich-Rechtlichen.

Der Intendant des Bayerischen Rundfunks klagt auf sehr hohem Niveau. Er jammert, weil der Rundfunk-Gebührenerhöhung in Sachsen-Anhalt eine Abfuhr erteilt wurde. Herr Wilhelm trägt vor, dass die Sendeanstalten wie alle Anbieter genauso mit Teuerungen zu kämpfen haben. Alles recht und schön. Aber glauben Sie denn wirklich, dass nur die „Anbieter, die Sende- und Rundfunkanstalten“ mit den laufenden Teuerungen zu kämpfen haben? Wir Rundfunkhörer oder Fernsehzuschauer haben in der jetzigen Corona-Zeit noch wesentlich mehr mit den Teuerungen zu kämpfen wie die Rundfunkanstalten. Wir müssen unsere Gürtel noch wesentlich enger schnallen, weil wir keine automatischen Zwangsgelder bekommen! Wir Rundfunk- und Fernsehteilnehmer haben schon fast in krimineller Art mit den Werbeeinblendungen der Sendungen zu kämpfen. Sie, die öffentlich-rechtlichen Sendeanstalten, scheffeln zusätzlich zum automatischen Zwangsgeld (Rundfunkbeitrag) immer mehr Gelder durch die Werbeeinblendungen. Die von Ihnen aufgezeigten Sparkurse werden so drastisch hervorgehoben, damit nicht weiter auffällt, was die Spitzen in den Fernseh- und Rundfunkanstalten für ominöse Gehälter einstreichen. Gehalts-Ranking laut der Tabelle auf ard.de: Der WDR-Intendant und derzeitige ARD-Vorsitzende Tom Buhrow kommt auf 395 000 Euro Jahresgehalt 2019. Ulrich Wilhelm (BR) und Joachim Knuth (NDR) gehören mit 388 000 Euro bzw. 365 000 Euro zum Spitzentrio.

Alois Sepp
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Alois Sepp

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Kommentare  

# RundfunkbeiträgeRoland Klose 2020-12-10 13:17
Vier Intendanten verdienen im Jahr sogar mehr als Bundeskanzlerin Angela Merkel. Warum? Dafür, dass wir laufend Wiederholungen vorgesetzt bekommen? Schauen Sie sich nur das Weihnachtsprogramm 2020 an. Alle Jahre wieder immer dasselbe. Das wäre genauso schlimm, wenn wir jedes Jahr Merkels Weihnachtsansprache von 2005 anhören müssten. Eine Erhöhung des Rundfunkbeitrags ist nicht gerechtfertigt. Im Gegenteil - er müsste wegen den viel zu vielen Wiederholungen in der Endlosschleife sogar gekürzt werden!
# Runfunkbeiträge...Alois Sepp 2020-12-10 21:45
... absolut korrekt. Hoffentlich bleibt uns die Ansprache von ihr erspart!

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