Neueste Masche unter dem Vorwand Umweltschutz! - QR Code Friendly
Man kann nur noch fassungslos den Kopf schütteln, wenn man sieht, für was der angebliche Umweltschutz benutzt wird. Eine namhafte Bausparkasse versendet mit der Abrechnung für das vergangene Jahr Briefe, in dem die Bausparer, also ihre Kunden und Arbeitgeber, aufgefordert werden sich einen Account im Kundenportal anzulegen. Es wird damit geworben, dass man sofort und jederzeit auf seine aktuellen Daten zugreifen könne.

Hinzu kommt, dass an die Erstellung eines Accounts eine genau vorgeschriebene Passwort-Konstellation zu verwenden ist. Es heißt nämlich, das Passwort muss aus 6 Zeichen, 1 Buchstaben und 1 Ziffer bestehen. Dann sind noch zwei Kästchen anzuklicken, indem man seine Zustimmung für allerlei Krimskrams zum Zwecke der Werbung und Einlullung des Kunden geben sollte. Will man diesen überflüssigen Ballast nicht haben, klickt die Felder nicht an, erlebt man gleich die erste Überraschung.
Es kommt eine Meldung: "Ups, es hat sich ein technischer Fehler ergeben, nehmen Sie tel. Kontakt mit dem Kundenportal auf"

Dies ist in meinen Augen alleine schon Nötigung der Kunden. Nun kommt in den Augen der Bausparer die zweite Sache. Es wird aufgezählt, dass alljährlich zur Information der Kunden ca. 15 Millionen Blätter Papier benötigt werden. Dies erfordert die Fällung von etwa 120 Bäumen und eine Produktion von 90 Tonnen CO2. Daher versenden sie künftig die Kontoauszüge in digitaler Form.
Es wäre ja für Jüngere, für Computer- und Handybegeisterte keine so abwegige Sache. Was aber Tun, wenn man von dem gesamten digitalen Mist keine Ahnung hat, wenn man weder ein Smartphone, einen Computer oder Drucker hat?

Aber was hat dies mit Umweltschutz zu tun? Nichts! Die Bausparkasse will nur Papier- und Versandkosten einsparen, liegt auf der Hand. Sie will nur die eigene Gewinnmarche erhöhen. Der wirkliche Umweltschutz wie auch die Kosten für Drucker, Computer, Papier, Tinte oder Toner werden dem Kunden übertragen, sonst nichts. Dem Umweltscchutz ist keinesfalls geholfen, weil wir Bausparkunden genau diese Unterlagen in Schriftform bei unseren verbürokratisierten Ämtern vorlegen müssen. Aus diesem Grunde müssen die Ausdrucke die Kunden zu ihren eigenen Lasten erstellen. Die Ausdrucke werden somit vom Kunden erzwungen!
Dieses Verfahren ist eine Unverfrohrenheit erster Güte. Der Bausparkunde bekommt für sein eingelegtes Guthaben erstens kaum Zinsen, zweitens wird nicht bedacht, dass der Bausparkunde der ARBEITGEBER der dort Beschäftigten ist. Zum Dank, dass wir deren Arbeitsplätze sichern, soviel wie keine Zinsen für unsere Einlagen bekommen, werden wir noch bestraft in Form von Zusatzkosten! Dem Umweltschutz ist NICHT gedient, sondern nur eine Floskel zum Zwecke der Geldeinsparung!

Alois Sepp
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