Jammern auf hohem Niveau! (gedruckt) - QR Code Friendly
In Deutschland ist Jammern auf hohem Niveau kein Tabu mehr. Jeder befleißigt sich, die düstere Fahne wegen der angeblichen Corona-Preissteigerungen zu schwenken. Ein Schelm, der an den Preissteigerungen einen sehr willkommenen Grund für die Wirtschaft vermutet!
 
Auch das heimische Bier wird nach Angaben des Bayerischen Brauerbunds voraussichtlich teurer. Grund sind Kostensteigerungen, mit denen die Brauereien zu kämpfen haben: „Alles, was teurer werden kann, wird teurer. Energie, Rohstoffe, Transport, Personal“, sagte Hauptgeschäftsführer Lothar Ebbertz. Die Unternehmen treffe dabei nicht nur der Anstieg der Energiekosten. „Die Preise für Braugerste sind in den vergangenen Wochen durch die Decke gegangen.“
 
Alle diese werten Herrschaften stellen nur ihren Laden als Geprügelte hin, dass aber wir Verbraucher, wir Menschen im ganzen Lande auf "ALLEN EBENEN" massive Kostensteigerungen zu tragen haben, obwohl unsere Einkommen, unsere Renten usw. selbstverständlich gleich geblieben sind, darüber spricht man vorsichtshalber nicht. Weiters wird tunlichst verschwiegen, dass viele Arbeitnehmer ihre Einkünfte wegen Corona durch Rationalisierung und Arbeitsplatzverlust verloren haben.
 
Werter Herr Ebbertz, das kann man nur noch als Jammern auf hohem Niveau bezeichnen. Wir Verbraucher könnten nur mit einer Antwort darauf reagieren, nämlich Leitungswasser zu trinken, als die ohnehin schon sehr teuren Brauereiprodukte. Geht man in ein Lokal, weil die Hausfrau auch einmal nicht kochen und gemütlich speisen soll, wird man schnell eines Besseren belehrt. Sobald sich 2 Personen pro Gaststättenbesuch den "LUXUS" gönnen, pro Person zwei einfache Getränke zu sich zu nehmen, kann man sich nur noch die Augen reiben. Selbst einfachste Getränke, auch verabreichtes Wasser, übersteigt bereits einen niedrigen Essenpreis bei weitem.
 
Wegen dieses Zustandes braucht sich der Brauerbund jetzt schon nicht auf die Schulter zu klopfen.
 
Alois Sepp

Montag, 25. Oktober 2021, Münchner Merkur - Stadt / Leserbriefe, Titel: Leitungswasser statt Bier trinken

Jeder befleißigt sich, die düstere Fahne wegen der angeblichen Corona-Preissteigerungen zu schwenken. Auch das heimische Bier wird nach Angaben des Bayerischen Brauerbunds voraussichtlich teurer. Grund sind Kostensteigerungen, mit denen die Brauereien zu kämpfen haben. Alle diese werten Herrschaften stellen nur ihren Laden als Geprügelte hin, dass aber wir Verbraucher, wir Menschen im ganzen Lande auf allen Ebenen massive Kostensteigerungen zu tragen haben, obwohl unsere Einkommen, unsere Renten selbstverständlich gleich geblieben sind, darüber spricht man vorsichtshalber nicht. Weiter wird tunlichst verschwiegen, dass viele Arbeitnehmer ihre Einkünfte wegen Corona durch Rationalisierung und Arbeitsplatzverlust verloren haben.

Werter Herr Ebbertz vom Bayerischen Brauerbund, das kann man nur noch als Jammern auf hohem Niveau bezeichnen. Wir Verbraucher könnten nur mit einer Antwort darauf reagieren, nämlich Leitungswasser zu trinken als die ohnehin schon sehr teuren Brauereiprodukte. Geht man in ein Lokal, weil die Hausfrau auch einmal nicht kochen und gemütlich speisen soll, wird man schnell eines Besseren belehrt. Sobald sich zwei Personen pro Gaststättenbesuch den „Luxus“ gönnen, pro Person zwei Getränke zu sich zu nehmen, kann man sich nur noch die Augen reiben. Selbst einfachste Getränke, auch verabreichtes Wasser, übersteigt bereits einen niedrigen Essenspreis bei Weitem. Wegen dieses Zustands braucht sich der Brauerbund jetzt schon nicht auf die Schulter zu klopfen.

Alois Sepp
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