Den drei Leserbriefen in der Münchner AZ vom 7.6.13 unter "Ponkie sieht fern: Der Fall Mollath in der AZ vom 5.6." kann man nur zu 100 Prozent zustimmen. Dieser Fall zeigt, dass hier das Gesetz nach den Gewichten der Finanz, gebeugt wird. Die Justizministerin Beate Merk saß bei der Fernsehsendung da wie eine hölzerne, reglose, gewissenlose und über allem schwebende Gestalt. Bei der Beantwortung der an sie gerichteten Fragen ließ sie absolut keinerlei menschliche Regung erkennen. In einem Brief wird ihre sofortige Entlassung gefordert, in einem anderen eine nicht zu überbietende Arroganz der Dame beschrieben, im letzten Brief wird der Fall Mollath als beispielloser Skandal der bayerischen Justiz bezeichnet. Wie recht alle drei mit ihren Darstellungen haben.
Als ich die bayerische Justizministerin (CSU) ohne einer Mine verziehend dasitzen sah, fiel mir nur der Ausdruck ein: "Eiserne Lady!" Wie lange wird das Gesetz noch gebrochen, wie lange wird ein Unschuldiger noch schamlos festgehalten. Die Zusammenarbeit der HypoBank, der Ehefrau Mollaths, des Gutachters, der Staatsanwaltschaft wie des damaligen Richters ist nicht mehr zu toppen. Das Schlimme daran ist, dass es jeden anderen Bürger von uns auch passieren könnte, wenn solche Faktoren in gleicher Weise zusammenspielen! Ich habe eigentlich eine andere Vorstellung von einem "Rechtsstaat".
Wir Bürger dürfen gespannt sein darauf, wie lange sich die eiserne Lady noch an ihrem Justizia-Stuhl festhalten kann. Doch wenn sie geht oder auf Druck gehen muss, dem Sozialamt fällt sie nicht zum Opfer. Sie bleibt uns Steuerzahlenden Bürgern bis zum St. Nimmerleins-Tag auf der Tasche hängen!
Alois Sepp
Fall Gustl Mollath, Watsch´n für bayerische Ministerin
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- Geschrieben von: Handwerksmeister Alois Sepp
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