Mich freut ganz besonders, dass mir Herr Michael Heinrich, Chefredakteur der AZ München, heute per Mail mitgeteilt hat, dass die Abendzeitung in der morgigen Ausgabe eine große Hilfsaktion für die Hochwassergeschädigten startet.
Die Hilfsaktion startet unter dem Titel: "Münchner helfen"
Das ist doch schon mal eine sehr gute Tat, denn die bisherig angelaufenen Spendenaktionen mit Sofortbeträgen von 400 Euro, bzw. 1000 oder 1500 Euro ist doch ein Tropfen auf den heißen Stein. Die Sofortzahlung mag ja "unbürokratisch" sein, aber die nachfolgenden Antrags-Prozeduren sind mit Sicherheit alles andere als "unbürokratisch"!
So wie es aussieht ist es mehr oder weniger eine Art willkommene Wahlkampfaktion von Ministerpräsident Horst Seehofer und Bundeskanzlerin Angela Merkel. Von beiden wurden zwar schlaue und salbende Worte gesprochen, die wirklichen Leistungen und Taten müssen erst unter Beweis gestellt werden. Es wurde von beiden, wie auch von anderen Politikern immer vollmundig versprochen, "unbürokratisch" zu helfen. Was nutzen aber kleine Beträge in dieser großen Not, wo viele Menschen ihr gesamtes Hab und Gut verloren haben. Wie sollen diese Menschen den sich von einer Zahlung streubenden Versicherungsgesellschaften nachweisen, dass sie dies oder jenes wirklich besaßen? Sind doch häufig Versicherungs-Policen und gesamte Belegesammlungen verloren gegangen.
Wenn jetzt plötzlich von der bayerischen Regierung 150 Millionen und von der Bundesregierung 100 Millionen Euro bereitgestellt werden können, warum hat man dieses Geld nicht vorher schon in den Hochwasserschutz investiert? Da wurde im Vorfeld um jeden Cent gefeilscht, ja solche Maßnahmen verweigert mit dem Argument: "Die Kassen sind leer"!
Wären jetzt nicht Tausende von freiwilligen, ehrenamtlichen und hauptamtlichen Helfern von Hilfsorganisationen, Feuerwehren, Polizeien oder den Soldaten der Bundeswehr zur Stelle gewesen, das Ausmaß der Wasser-Katastrophe, einhergehend mit der Not der Betroffenen, wäre um ein Vielfaches größer. Man kann auch als Nichtbeteiligter im Namen der Betroffenen nur ein herzliches Dankeschön sagen, darüber hinaus auch dafür sorgen, dass eine Menge Spenden aufgebracht werden die nicht in Verwaltungskomplexen versickern, sondern bei den betroffenen Menschen wirklich ankommen. Auch der Münchner Abendzeitung gebührt dafür ein aufrichtiger Dank!
Alois Sepp
Hilfsaktion der AZ für die Hochwassergeschädigten
- Details
- Geschrieben von: Handwerksmeister Alois Sepp
- Zugriffe: 3307