Von einem Extrem ins Andere (gedruckt) - QR Code Friendly
Man kann zum Altbundeskanzler Gerhard Schröder (SPD) stehen wie man will. Im Zuge der Anti-Putin-Hysterie wird unser Exkanzler jetzt auf allen Ebenen heruntergekanzelt. Die Stadt Hannover spricht ihm die Ehrenbürgerschaft ab, der Deutsche Fußballbund ebenso. Man kanzelt ihn ab, weil er ein persönlicher oder auch wirtschaftspolitischer Freund Wladimir Putins ist.
Man schickt sich wegen des kriegerischen Überfalls auf die Ukraine auf allen Ebenen an, dem russischen Kriegsherrn Putin und seinen Freunden wirtschaftlich zu schaden. Aus diesem Grunde wollte man auf den Ex-Kanzler Schröder Druck ausüben, sich von seiner Nähe zu Putin zu lösen!
 
Völlig richtig, dass man dem Kriegsherrn Putin bezüglich des Überfalls auf die Ukraine die wirtschaftlichen Grenzen aufzeigt. Es ist meines Erachtens aber falsch, unserem Exkanzler als Person vorzuschreiben, was er zu tun oder zu lassen hat.
Ich bin mir sicher, wenn Gerhard Schröders Besuch bei Putin auch nur den Ansatz von Erleichterungen, oder gar Stop der kriegerischen Auseinandersetzung erreicht, wird man gleich wieder zurückkehren und ihm die abgesprochenen Ehren wieder zurückzugeben versuchen. Auch hier sollte Schröder dann aber hartnäckig sein, sich nicht beeinflussen lassen. In Deutschland fällt man von einem Extrem ins andere!
 
Alois Sepp
 

Montag, 14. März 2022, Münchner Merkur - Stadt / Leserbriefe, Seite 12: "Schröder abgekanzelt", "Der Buhmann der Nation als Vermittler?"

Kanzler jetzt auf allen Ebenen heruntergekanzelt. Hannover spricht ihm die Ehrenbürgerschaft ab, der Deutsche Fußballbund ebenso. Man kanzelt ihn ab, weil er ein persönlicher oder auch wirtschaftspolitischer Freund Wladimir Putins ist. Man schickt sich wegen des kriegerischen Überfalls auf die Ukraine auf allen Ebenen an, dem russischen Kriegsherrn Putin und seinen Freunden wirtschaftlich zu schaden. Aus diesem Grunde wollte man auf den Ex-Kanzler Gerhard Schröder Druck ausüben, sich von seiner Nähe zu Putin zu lösen!
Völlig richtig, dass man dem Kriegsherrn Putin wegen des Überfalls auf die Ukraine die wirtschaftlichen Grenzen aufzeigt. Es ist aber falsch, unserem Ex-Kanzler vorzuschreiben, was er zu tun oder zu lassen hat.
Ich bin mir sicher, wenn Schröders Besuch bei Putin auch nur den Ansatz von Erleichterungen oder gar Stopp der kriegerischen Auseinandersetzung erreicht, wird man ihm gleich die abgesprochenen Ehren wieder zurückzugeben versuchen. Auch hier sollte Schröder dann aber hartnäckig sein, sich nicht beeinflussen lassen. In Deutschland fällt man von einem Extrem ins andere.
 
Alois Sepp
 
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