Das Mephisto-Prinzip und die Organspende - QR Code Friendly


LESERBRIEF   zu Immer weniger Organspender ,   AZ 19.8.14

Die Zahlen der Organspender sind nicht "ernüchternd", sondern erfreulich. Die sinkenden Spenderzahlen als erfreulich zu sehen, ist nicht Mainstream, sondern in den Medien geradezu verboten. Die sinkenden Spenderzahlen sind ein Ausdruck des Mephisto- Prinzips:   Das Schlechte schafft - ungewollt - das Gute. Die Manipulationen bei der Organvergabe waren illegal, schlecht, und sind  der Hauptgrund, dass immer weniger Leute ihre Organe spenden wollen. Ihnen ist nicht bewusst, dass sie sich damit für den Fall des Falles selbst den größten Dienst erweisen. Sehr verhindern damit, dass sie bei plötzlichem Ausfall ihres Gehirns als Sterbende aufgeschnitten und ausgeweidet werden, noch bevor sie 'mausetot'  sind. Hirntot ist nicht mausetot.
Der "Hirntod" ist eine Lüge, denn der Betroffene ist nicht tot, sondern nur irreversibel in seinem Bewusstsein geschädigt. In Amerika haben sich die maßgeblichen Erfinder des Hirntods inzwischen zur Ehrlichkeit durchgedrungen und sagen: die Behauptung dass der Spender tot sei, ist nicht mehr zu halten; bei der Organentnahme handle es sich um ein 'gerechtfertigtes Töten' (justified killing).
Weil das in Deutschland nicht vermittelbar wäre, wird die amerikanische Ehrlichkeit hier auf Teufel komm raus unterdrückt. Warum? Es geht mitnichten darum, die Leben der Transplantierten zu retten, es geht um das ausgesprochen lukrative Geschäft mit Ihnen. Sie müssen nach der Transplantation bis zu ihrem wirklichen Ende täglich sehr viele Medikamente zu sich nehmen. Die Immunsuppressiva. Das ist das Geschäft, worum es in der Transplantationsmedizin geht.
Pervers ist, dass dies mit einem verlogenem Gesülze über Nächstenliebe, selbst mir Unterstützung der Kirchen, verdeckt wird. Wollte man tatsächlich Leben retten, könnte man das in der Medizin jedes Jahr hunderttausendfach, indem man sich z. B. um bessere Hygienestandards in den Krankenhäusern kümmert,   neue Antibiotika gegen resistente Keime entwickelt, bessere Abläufe bei den OPs installiert, die helfen Ärztefehler zu verhindern, die Medikamentengaben genauer überprüft, damit nicht jedes Jahr ca. 20.000 Menschen an inkompatiblen Medikamenten sterben. Es gäbe sehr viele  medizinische Bereiche in denen man jedes Jahr ca. 150.000 Menschenleben retten könnte, ohne den Sterbeprozess von hilflosen Opfern brutal zu unterbrechen.
Die Maßnahmen würden aber erst einmal etwas kosten und nicht so wunderbare Gewinne bescheren wie die Transplantationsmedizin.

Erschütternd ist, wie lückenlos es der Pharmaindustrie und der Transplantationsmedizin gelungen ist, alle Medien bei diesem Thema gleich zu schalten.

Die vom Transplantationsgesetz vorgeschriebene 'umfassende und ergebnisoffene Aufklärung' über die Organspende, die vor allem von den Krankenkassen geleistet werden müsste, findet nicht statt. Überhaupt nicht. Es werden ausschließlich die Werbebotschaften und Warnungen der DSO verbreitet.  Die DSO ist eine private Stiftung, hauptsächlich von der Pharmaindustrie finanziert, die sich selbst als "bundesweite Koordinierungsstelle für Organspende" sieht, deren Aufgabe "die umfassende Förderung der Organspende und -transplantation in Deutschland" ist. (www.dso.de) Sie finanziert auch alle Werbekampagnen für die Organspende. Würde man die Gelder, die hierfür ausgegeben werden in die Krankenhaushygiene stecken, könnten damit wesentlich mehr Menschenleben gerettet werden als durch Organspenden. Tausende mehr. Das ist jedoch nicht gewollt und die Pharmaindustrie hat in allen wichtigen Positionen ihre gutbezahlten Unterstützer sitzen. Zum Beispiel den Vorstandsvorsitzenden der Techniker Krankenkasse,  der größten Krankenkasse im Lande, Dr. Jens Baas. Er war in seiner aktiven Zeit, Transplantationsmediziner. Das Geschäft mit der Organspende ist weltweit für die Pharmaindustrie ein Milliardengeschäft. Darum geht es, und nur darum.

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