Vorsorgekonto statt Riesterrente? (gedruckt) - QR Code Friendly
Focus-Money 13/2013, Seite 79, Titel "Riester-Pflicht als Rettung?"
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Angesichts der mageren Abschlusszahlen für Riester-Verträge fordern manche Medien (Focus-Money 13/13) schon eine Riester-Pflicht. Aber ist das wirklich sinnvoll? Unabhängige Experten der Verbraucherzentralen und des Bundes der Versicherten bezweifeln schon lange Sinn und Zweck des Riestersparens. Aber auch nach Ansicht der Wissenschaftler des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung ist die Riester-Rente für viele Sparer ein schlechtes Geschäft. Letztlich spült es nur der Versicherungswirtschaft viel Geld in die Kassen.
Von der Öffentlichkeit nahezu unbeachtet bastelt die gesetzliche Rentenversicherung an an einer Alternative. Der Vorschlag der Deutschen Rentenversicherung Baden-Württemberg (in Zusammenarbeit mit den Verbraucherzentralen) sieht ein "Vorsorgekonto" vor, das das Riestersparen ersetzen könnte. Die Vorteile: keine Provisionskosten, da die Konten von der Rentenversicherung verwaltet werden, bei der Rentenkalkulation wird eine "realistische Lebenserwartung" unterstellt (Riesterverträge kalkulieren oft mit einer Lebenserwartung von weit über 90 Jahren), das Rentenvermögen kann vererbt werden; kostenfreier Wechsel: auch schon bestehende Verträge sollen ohne Verluste in das Vorsorgekonto überführt werden können. Was spricht also dagegen bzw. warum hört man so wenig davon?! Ein Schelm, der Arges dabei denkt! Übrigens, in Norwegen geht das. Der staatliche norwegische Pensionsfonds gehört zu den größten der Welt.

Manfred Kiefer
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Autor: Manfred Kiefer

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