Der Unvergleichliche - QR Code Friendly

Der Mann im Weißen Haus verfügt zu 99% über Charaktereigenschaften, die sich der „normale anständige Bürger“ nicht bei einem politischen Führer wünscht: die schlimmste ist seine überbordende Eigenliebe: erst kommt Donald Trump, dann kommt eine Weile gar nichts, dann kommen die USA, dann kommt wieder eine Weile gar nichts und dann erst kommt der Rest der Welt, selbstverständlich beurteilt nach dem Grad der Nützlichkeit für die USA. Er erklärt in seiner grenzenlosen Bescheidenheit den Tag seiner Amtseinführung zum „Feiertag der patriotischen Hingabe“. Statt danach an ernsthafte Arbeit zu gehen, quält er seinen Stab mit der Forderung nach der Beschaffung von fotografischem Beweismaterial, mit dem er belegen kann, dass bei seiner Amtseinführung mehr Menschen zugegen waren als bei der Amtseinführung Obamas. Danach beschäftigt sich der Hasserfüllte damit, alle Spuren seines Vorgängers Obama mit zahllosen Dekreten aus der amerikanischen Gesellschaft zu tilgen, vor allem OBAMACARE. Es macht sich gut, dass ein „Kabinett der Millionäre“ mit Trump an der Spitze den Ärmsten der Armen die wichtigste soziale Errungenschaft der Ära Obama wieder wegnimmt. Kommentar: Karl Marx ist zu früh gestorben! Doch damit gibt sich der Rasende nicht zufrieden. Trump steuert auf drei Konfliktherde zu, die möglicherweise militärische Einsätze der USA so wie der NATO erfordern werden, falls Trump diese zu Hilfe rufen sollte: die Vernichtung des islamischen Staates im Nordirak, die militärische Unterstützung eines Krieges Israels gegen die arabische Welt nach der Verlegung der amerikanischen Botschaft von Tel Aviv nach Jerusalem sowie eine militärische Auseinandersetzung mit China bis hin zum Atomkrieg im Streit um die künstlichen Inseln Chinas im Chinesischen Meer. Der Leserbriefschreiber sieht deutsche Soldaten in Erfüllung von Ursula von der Leyens Erklärung, dass Deutschland wieder nach mehr Verantwortung in der Welt strebt, nicht nur in Polen, Litauen und Mali im Einsatz, sondern auch im Irak, in Palästina und in Ostasien. Der Leserbriefschreiber befürchtet, dass der „Feuerdrache“ im Weißen Haus mit seiner Tatkraft einen guten Teil der Welt und vor allem der Streitkräfte seiner noch immer Verbündeten verschleißen wird. In Lateinamerika hat Trump schon Unheil angerichtet. Seit seiner Erklärung, an der Grenze zu Mexiko eine Mauer bauen zu wollen, haben sich Millionen Verzweifelte  auf den Weg nach Norden gemacht, um schnell noch über die mexikanisch – amerikanische Grenze zu gelangen, bevor Trump sie mit seiner Mauer schließt. Dabei geraten sie in die Hände von Schleppern, die jeden Flüchtling erschießen, der die geforderte Summe nicht zahlt, Geld, mit dem Grenzbeamte von den Schleppern bestochen werden müssen, die bei der Schleusung behilflich sind. Mexiko selbst ist durch Trumps Androhung, hohe Einfuhrzölle auf Importe von Mexiko in die USA zu legen, in eine große wirtschaftliche Schieflage gelangt. Bravo, Donald Trump! Der Mann gleicht dem Fahrer eines Sattelzuges, der ohne Führerschein in hohem Tempo eine Straße entlang fährt und in bunter Reihe Mülltonnen und Passanten umfährt. Donald Trump hat, für jeden Menschen erkennbar, wenigstens drei Bildungslücken: 1.er hat das Buch seines Landsmannes Dale Carnegie nicht gelesen mit dem Titel “Wie man Freunde gewinnt“,2.Er kennt das Sprichwort nicht von den Bäumen, die nicht in den Himmel wachsen und 3.Er kennt das Sprichwort nicht „Wer Wind sät, wird Sturm ernten!“ Die Stürme werden mit Sicherheit kommen. Donald Trump möge aufpassen, dass er ihnen nicht zum Opfer fällt. Das Mitleid der Welt wird sich in Grenzen halten. Otfried Schrot

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Otfried Schrot

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