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Die Wahl Donald Trumps  zum US – Präsidenten ist wohl die größte Katastrophe, die jemals einer freien Wählerschaft in einem freien Lande passiert ist. Das völlig antiquierte Wahlmänner – System hat – wie   auch im Jahre 2000 im Wahlkampf des George W. Bush gegen Al Gore – dazu geführt, dass der Kandidat, der die Mehrheit der Stimmen auf sich vereinigt hat, in der Versenkung verschwunden ist und eine Minderheit der Stimmen den anderen Kandidaten ins Weiße Haus geführt hat. Das hat nichts mit elementarem Gerechtigkeitsempfinden zu tun. Schlimm ist, dass das nicht nur das Volk der USA, sondern die ganze Welt zu spüren bekommt. Noch schlimmer ist, dass der paranoide Choleriker, der so leicht ausrastet, die Verfügungsgewalt über 7000 Atomsprengköpfe hat. Er steigt in die „Twitter – Gosse“ hinab, um anderen Regierungen seine Meinung zu sagen, weil ihm noch gar nicht aufgefallen ist, dass er dafür Botschafter zu seiner Verfügung hat. Es wird Zeit, dass die Bürger der Welt anfangen, höhere Ansprüche an ihr politisches Führungspersonal zu stellen. Jeder Schuster, jeder Bäcker und jeder Schneider benötigt eine längere Ausbildung  für seinen Beruf, bevor er  eine Lizenz erhält,  als der Präsident der USA, der nur seine Hand auf zwei verschlissene Bibeln legen und einen Eid ablegen muss – den er am nächsten Tag wieder bricht – und er wird damit zum Führer eines 325 – Millionen – Volkes. Wer, liebe Leserinnen und Leser, würde ein Flugzeug besteigen, dessen Chefpilot und dessen Co – Pilot keine Fluglizenz haben, sondern von den Flugpassagieren gewählt worden sind, weil sie einen schönen Bart oder eine interessante Frisur oder eine wohlklingende Stimme haben? Es genügt eine Portion Lügen, eine Portion Beleidigungen und eine Portion Hass, um Regierungschef zu werden. In einer funktionierenden Demokratie sollten die Kandidaten von einem parteipolitisch absolut neutralen Gremium mit kühlen Köpfen auf ihre charakterliche und bildungsmäßige Eignung überprüft und erst dann zur Wahl zugelassen werden, bevor man sie einem aufgepeitschten Publikum zur Auswahl anbietet. Otfried Schrot

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Otfried Schrot

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