Der kranke Mann am Potomac - QR Code Friendly

Er ist noch keine dreißig Tage im Amte, da hat er bereits die ganze Welt so durchgeschüttelt, dass aus allen Winkeln der Welt Heulen und Zähneklappern ertönt. Donald Trump, Ihre ersten dreißig Tage im Amte waren keine vertrauensbildende Maßnahme in den Augen der Welt! Die öffentliche Diskussion über die Frage, ob Sie möglicherweise krank sind, will nicht verstummen. Vielleicht dämmert es jetzt in den Köpfen der Politiker des nordatlantischen Bündnisses, dass es für die Mitgliedstaaten der NATO verhängnisvoll enden könnte, wenn sie fortfahren sollten, mit den USA in einem Bündnis zu verbleiben. Es gab einmal einen „Tag der günstigen Gelegenheit“, den die NATO – Europäer leider nicht wahrgenommen haben, der 1. Juli 1991, der Tag der Auflösung des Warschauer Paktes. Die NATO hätte auch aufgelöst werden und die Welt einen neuen Anfang machen können, denn das wirtschaftlich am Boden liegende Russland stellte keine Gefahr für den Westen mehr da. Die USA wollten die NATO jedoch noch als Knüppel für andere Ziele behalten, die mit dem Nordatlantik – Vertrag nichts zu tun hatten. Es kam der 11. September 2001. Das war nicht der Bündnisfall, denn nicht die afghanische Regierung hatte den USA den Krieg erklärt, sondern eine Räuberbande hatte zwei Hochhäuser zerstört. Das wäre ein Fall für INTERPOL gewesen. Aber George W. Bush erklärte auf den Trümmern der Zwillingstürme „Wir sind im Kriege!“ und die NATO – Bündnispartner folgten ihm gehorsam nach Afghanistan, wo sie bis zum heutigen Tage nicht mit der Arbeit fertig geworden sind. Das hätte Europa sich sparen können! Nun verneigen sich die NATO – Partner schon wieder im Gehorsam vor dem amerikanischen Kriegsminister Matthis, der eine Erhöhung der Verteidigungsausgaben der NATO bis Jahresende fordert. Kein Bündnispartner hat Herrn Matthis die Frage gestellt: „Um welcher wachsenden Bedrohung zu begegnen, Sir?“Man muss den USA Gerechtigkeit widerfahren lassen: Ende 2016 hatten sie eine Staatsverschuldung von 19,95 Billionen Dollar. 7000 Atomsprengköpfe hat die amerikanische Rüstungsindustrie ja nicht zum Nulltarif geliefert. Dazu kommen jetzt die Kosten für die geplante Mauer an der Grenze zwischen den USA und Mexiko von 20 Milliarden Dollar und die geplante bombastische Aufrüstung der Atomstreitkräfte und der Seestreitkräfte. Wir sehen: Donald Trump ist ein Meister der Grenzenlosigkeit und auch der Maßlosigkeit gleichermaßen. Eindringliche Empfehlung an die Politiker der europäischen NATO: Fordern Sie von den USA eine Überarbeitung des Nordatlantikvertrages, deren Ergebnis  sicherstellt, dass Europa nicht in jeden vom Trump´schen Wahnsinn diktierten amerikanischen Krieg mit hineingezogen wird! Otfried Schrot

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Otfried Schrot

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