NATO - Übungen in Deutschland - QR Code Friendly

Der Auftritt des neuen NATO – Oberbefehlshabers Donald Trump in Taormina sollte bei der NATO – Generalität zu einer Denkpause führen. Wir Deutschen sollten anfangen, darüber nachzudenken, was von dem, was die NATO tut, wirklich europäischen Interessen dient und was primär amerikanischen Weltmachtinteressen im Pokerspiel mit Moskau. Alle militärischen Übungen der NATO sollten sofort und solange angehalten werden, bis der neue Herr im Weißen Haus Anfang Juli 2017 in Hamburg mit Wladimir Putin gesprochen hat und vor allem bis er international kooperativer geworden ist. Es kann nicht sein, dass die NATO einem offenkundig Irren in den Dritten Weltkrieg folgt. Die Begründung, das Trommelfeuer militärischer Übungen der NATO einschließlich der Wirtschaftssanktionen müsse so lange fortgesetzt werden wie Russland die Krim besetzt hält, ist „dümmlich – dämlich“. Wo waren die Wirtschaftssanktionen Westeuropas gegen die USA, als George W. Bush gegen den Willen der UNO und gestützt auf die Lüge, Saddam Hussein habe Massenvernichtungswaffen, den Krieg gegen den Irak vom Zaune gebrochen hat? Nach dem Zusammenbruch des Warschauer Paktes lag Russland wehrlos am Boden. Was also sollte der Unsinn des halben Dutzends NATO – Osterweiterungen, die Putin zur Besetzung der Krim provoziert haben, bevor die NATO mit dem Beitritt der Ukraine den russischen Flottenstützpunkt Sewastopol vereinnahmen konnte? Sehen wir es doch einmal so herum. Hinter der sorgfältigen Pflege der Spannungen zwischen der NATO und Russland steckt die Rüstungsindustrie der Welt, deren Profitgier erst dann erlöschen wird, wenn der Planet in Schutt und Asche liegt. Donald Trumps Super-Waffengeschäfte in Saudi-Arabien sind der Beweis dafür.Der Amtsantritt Donald Trumps sollte zum sofortigen Einfrieren aller internationalen Konflikte und zu einer Denkpause führen, in der alle Spieler auf der politischen Bühne der Welt eine ruhige, besonnene  Lagebeurteilung vornehmen. Militärische Großübungen sind da fehl am Platze. Man löscht ein Feuer nicht mit Öl. Otfried Schrot, Oberstleutnant a.D.


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