Die Zukunftsplanung der Menschheit - QR Code Friendly

Die Zukunftsplanung der Menschheit kann nur mit Verträgen geschehen, die ganz bestimmte Merkmale haben. Erstens: das Ziel des Vertrages muss zusammen mit einer Terminsetzung definiert werden. Zweitens: es müssen alle mitmachen. Drittens: es muss darauf geachtet werden, dass aus Worten Taten werden. Viertens: es darf keine Ausstiegsklauseln geben. Fünftens: es muss eine Autorität da sein, die die Vertragserfüllung so lange überwacht, bis das Vertragsziel erreicht ist. Sechstens: Es müssen für den Fall der Unwilligkeit einer der Vertrag schließenden Parteien Strafen angedroht werden. Siebtens: Es muss für den Fall, dass eine der Vertrag schließenden Parteien zwar den guten Willen zur Vertragserfüllung hat, aber in Schwierigkeiten geraten ist, eine Unterstützungsklausel vorhanden sein. Diese sieben Bedingungen haben 1945 gefehlt, als sich die Völker der Welt in die Charta der Vereinten Nationen den Satz geschrieben haben: wir, die Völker der Welt, sind fest entschlossen, die Menschheit von der Geißel des Krieges zu befreien. Sie haben gefehlt, als Theresa May den Brexit verkündet hat. Sie haben gefehlt, als Donald Trump den Ausstieg aus dem Klimavertrag verkündet hat. Wo kommen wir hin, wenn jeder neugewählte Regierungschef das jahrzehntelange Aufbauwerk seiner Vorgänger zerstören kann? Wo kommen wir hin, wenn ein neuer Baumeister ein halbfertiges Haus Ziegelstein für Ziegelstein wieder abbaut? Welcher Idiot macht so etwas? Auf diese Art werden wir den Fortschritt ersticken und den ewigen Stillstand garantieren, während uns die ungelösten Probleme über den Kopf wachsen. Donald Trump hat ein gefährliches Nebenprodukt erzeugt: zerbrochenes Vertrauen. Sollte der NATO – Oberbefehlshaber eines Tages mit der Kriegstrompete seine sogenannten NATO – Verbündeten, die alle dem Klimavertrag treu geblieben sind, zur Gefolgschaftstreue in einem Kriege auffordern, dann werden wir sehen, was von dieser Gefolgschaftstreue noch übrig ist. 

Noch einmal sollte sich die Bundeswehr nicht von einem Fanfarenbläser im Weißen Hause in ferne Länder locken lassen, zumal wenn er es nicht wert ist, dass ihm Armeen in den Krieg folgen, weil er schamlos genug ist, Forderungen an seine Verbündeten zu richten, während er selber nicht bereit ist, die Erwartungen der Welt an ihn zu erfüllen. Otfried Schrot

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Otfried Schrot

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