Trompetensignal an Sahra Wagenknecht - QR Code Friendly

Sie sind doch die Dame, die der deutschen Nation so gerne den Weg weist: Klare Stimme, energische Rede, keine Versprecher, laut und verständlich. Eines scheint Ihnen bei Ihren Auftritten aus dem Gedächtnis zu entschwinden: der Artikel 1 des Grundgesetzes: die Würde des Menschen ist unantastbar.  Der Artikel 1 unterscheidet uns nämlich vom Erdogan – Staat, liebe Frau Wagenknecht! Hacken Sie nicht in würdeloser Weise auf Martin Schulz herum, den Sie vielleicht eines Tages noch brauchen werden. Sie sehen ja am Beispiel Großbritannien, dass Wahlausgänge völlig unvorhersehbar sind. Ihre Vorstellungen von der Einkommensteuer sind rührend: ein sehr sozialistisch eingestellter Kapitalist lässt sich vielleicht 50% seiner Einkünfte „wegsteuern“, aber 75% bezeichnet der Leserbriefschreiber als staatlich sanktionierten Diebstahl. Da dürfte das Kapital die Flucht in ein anderes Land ergreifen. Die Auflösung der NATO hätte zweckmäßigerweise anlässlich der Auflösung des Warschauer Paktes am 31. März 1991 stattfinden sollen. Die Chance wurde vertan. Die USA wussten, weshalb. So konnten sie nach dem 11. September 2001 auf die Bundeswehr für den Einsatz in Afghanistan zurückgreifen, obwohl das eigentlich eine Sache für Interpol gewesen wäre. Nun wird das nichts mit der NATO – Auflösung, weil alle osteuropäischen NATO – Staaten Russland fürchten und sich deshalb mit Händen und Füßen im Nordatlantikrat gegen eine NATO – Auflösung wehren werden. Etwas anderes könnte der Bundestag aber beschließen: ein Einfrieren der Mitgliedschaft Deutschlands im nordatlantischen Bündnis für die Amtsdauer von Donald Trump  wegen fehlenden Vertrauens in den Oberbefehlshaber im Weißen Haus. Er könnte auf die Idee kommen, die Bundeswehr für weitere ferne Weltteile einzufordern, in denen die USA militärisch beschäftigt sind wie z.B. in Südostasien. Ein Eingehen auf solche Forderungen der USA würde allerdings Deutschlands derzeit gutes Verhältnis zu China empfindlich beschädigen. Ansonsten hat der Leserbriefschreiber nichts an Ihnen auszusetzen und würde Ihnen eine Kanzlerkandidatur gönnen. Sie würden ohne Zweifel eine mindestens ebenso gute Figur machen wie die derzeitige Bundeskanzlerin. Sie müssten allerdings ein wenig von ihrer ätzenden Bissigkeit ablegen und sich ein wenig von der Milde und Sanftheit der Bundeskanzlerin aneignen, dann wären Sie die Richtige. Frischer Wind im Bundeskanzleramt würde der Nation guttun. Otfried Schrot, Oberstleutnant a.D.

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Otfried Schrot

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