Zwei Brüllaffen und ein Blindgänger - QR Code Friendly

Zitat aus Reuters Nachrichten vom 6.11.17: Im Atomstreit mit Nordkorea demonstrieren US-Präsident Donald Trump und der japanische Ministerpräsident Shinzo Abe Einigkeit. Japan unterstütze Trumps harte Haltung gegenüber der Führung in Pjöngjang, sagte Abe am Montag bei einer gemeinsamen Pressekonferenz mit Trump in Tokio. Die beiden Verbündeten seien in der Nordkorea-Frage zu hundert Prozent auf einer Linie. Der US-Präsident hatte zuvor seine härtere Gangart gegenüber Nordkorea bekräftigt und erklärt, Japan und die USA würden gemeinsam auf die "gefährliche Aggression" reagieren. Abe sagte, Japan werde nordkoreanische Raketen abschießen, wenn dies notwendig sei. Trump hatte Japan zuvor für den Import amerikanischer Militärgüter gelobt. Kommentar des Leserbriefschreibers: Die beiden hochbezahlten Herren sollten sich einmal etwas Neues einfallen lassen. Kriegsgebrüll löst das Nordkorea – Problem nicht. Kim Yong Un gleicht einem Blindgänger, der „hoch geht“, wenn man ungeschickt mit ihm umgeht, zum Beispiel indem man ihn mit aggressiver Kriegsrhetorik „kitzelt“, die ihn keineswegs dazu veranlasst, „den Schwanz einzuziehen und sich aus dem Staube zu machen“. Das wissen wir seit langem. Sollte in Fernost als Folge der geistigen Beschränktheit der beteiligten Streithähne, die sich offensichtlich alle die Dokumentarfilme über die amerikanischen Atombombenabwürfe auf Hiroshima und Nagasaki und das darauffolgende menschliche Elend nicht angesehen haben, ein Krieg ausbrechen und sich wie ein Lauffeuer nach allen Seiten ausbreiten, dann werden Leben und Sicherheit von 25 Millionen Nordkoreanern, 50 Millionen Südkoreanern, 126 Millionen Japanern und 350 Millionen Amerikanern in Gefahr ein – und im Falle eines Atomkrieges die ganze Menschheit! Rat des Leserbriefschreibers an die „strategischen Überflieger“ Trump und Abe: Melden Sie sich bei Kim Yong Un in Pyongyang zu einem Gespräch über die wechselseitigen Beziehungen an, nehmen  Sie als Moderator den Generalsekretär der Vereinten Nationen mit und bringen Sie als Gastgeschenk das Versprechen mit, drei Jahre lang keine japanisch – südkoreanischen Seemanöver vor der nordkoreanischen Küste abzuhalten. Dann verhandeln Sie mit auserlesener Liebenswürdigkeit über die Möglichkeiten der Entspannung in den wechselseitigen Beziehungen. Denken Sie an die 500 Millionen Menschenleben, die von Ihrem Verhandlungsgeschick abhängen und verzichten Sie auf jegliche drohenden Trompetentöne! Und stellen Sie, Präsident Trump, die Abrüstung des gewaltigen  Potentials amerikanischer Atomsprengköpfe in Aussicht! Davon hat zwar die amerikanische Rüstungsindustrie nicht das Geringste, deren Generalbevollmächtigter Sie offensichtlich zu sein scheinen, die internationale Sicherheit aber umso mehr! Otfried Schrot

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Otfried Schrot

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