Die Kanzlerin und die Kohle - QR Code Friendly
Die Medien berichten, dass die Union und die SPD die „ohnehin nicht mehr erreichbaren Klimaziele für 2020“ aufgeben wollen. Das Ziel war zwar nicht im Rahmen des Pariser Klimaschutzabkommens gesteckt worden, wurde jedoch bereits 2007 von der damaligen großen Koalition als nationales Ziel gesetzt. Seitdem hat sich jede neue Bundesregierung dazu bekannt. Sehr eindrucksvoll. O große Worte, o kleine Taten. Nun wackelt die Kanzlerin hinter Donald Trump hinterher, weil  sie andernfalls hohe Arbeitsplatzverluste an den Kohlestandorten in West- und  Ostdeutschland befürchtet .Hätte die Furcht vor Arbeitsplatzverlusten die Regierung nicht bereits im Jahre 2007 zu der Erkenntnis führen müssen, dass man alsbald ein großformatiges Umschulungsprogramm für das in der Kohleindustrie arbeitende Personal hätte auflegen müssen? Wenn  der Planet „zum Teufel geht“, gehen auch die Arbeitsplätze „zum Teufel“. Die Kanzlerin ist eine Meisterin blumiger Reden auf internationalen Konferenzen, in Regierungserklärungen und in Weihnachts –, Silvester – und Neujahrsansprachen. (Alles wird nicht nur gut, sondern sogar noch viel viel  besser!) Aber ihr Regierungsstil ist ein Gemisch aus Unschlüssigkeit, Trägheit und Nachgiebigkeit gegenüber Industrie und Wirtschaft. Es ist die Tragödie der Nation und der Welt, dass Industrie und Wirtschaft sich opulente „Parteispenden“ leisten können – ein schöner Name für eine hässliche Sache – während Umweltschützer und Pazifisten „arme Hunde“ sind. Schlimm ist, dass diese Art eines deutschen „Gütesiegels“ nichts mehr mit dem einstmals in der Welt so geschätzten    “ Made in Germany“ zu tun hat. Unter Angela Merkel hat Deutschland aufgehört, Vorbild für die Welt zu sein! Andere werden diese moralische Führungsrolle übernehmen! Es wird höchste Zeit, dass das politische Spitzenpersonal in Deutschland im Rahmen einer Grundüberholung ausgewechselt wird, damit endlich wieder frischer Wind durch die verstaubten Regierungsetagen weht. Von der sich abzeichnenden „Großen Koalition“ ist das leider nicht zu erwarten. Hoffentlich „verkohlt“ die Kanzlerin die Nation in der nächsten Legislaturperiode nicht noch einmal! Und das deutsche Volk sollte sich mit der Frage beschäftigen, ob unter 80 Millionen Menschen nicht fähigere politische Führer zu finden sind. Das Gleiche gilt übrigens für die USA mit ihren 325 Millionen Bürgern. Otfried Schrot
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Otfried Schrot

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