Kriegsplaner,Kriegspläne, Kriege - und die Kosten des Wiederaufbaus - QR Code Friendly

Die größte Gefahr für die Welt besteht in dem Umstand, dass die USA sich eine Welt ohne Krieg nicht vorstellen können. Die USA haben Kriege geführt seit dem Anfang ihrer Geschichte, die mit der Ausrottung der Indianer begann. Die USA sind der größte Waffenexporteur der Welt und die kriegsfreudigste Militärmacht der Welt. Es werden willkürlich Feinde bestimmt, gegen die dann Kriege geplant werden. Diese Kriegsplanungen dienen dann als solide Grundlage für die Vergabe von Aufträgen an die Rüstungsindustrie. Dieser Prozess wird zweifellos durch die Vergabe von opulenten Parteispenden – vor allem an die Republikaner – begünstigt  und gefördert. Der Präsident der Vereinigten Staaten hat in einem im Dezember 2017 herausgegeben Bericht die strategischen Ziele und Absichten vorgestellt, die er mit den US – Streitkräften umsetzen und durchsetzen will. In diesem Bericht werden vier Staaten als potentielle Gegner bezeichnet: Russland, China, Nordkorea und der Iran. Für die Verwirklichung der gesetzten Ziele soll eine „Verbundene Streitkraft“ aufgestellt werden, die auch in einem „größeren Kriege“ bestehen kann. (Zitat Prof. Dr. Albert A. Stahel, Dozent für strategische Studien an der Universität Zürich)Die Frage, ob man sich mit den vier Staaten auch friedlich und gütlich einigen könnte, wird vom amerikanischen Präsidenten  gar nicht erst in Betracht gezogen.

  1. Stellungnahme des Leserbriefschreibers:
    Ein perfekt ausgebildeter Generalstabsoffizier und perfekter Kriegsplaner kann nur den Beginn eines Angriffskriegs perfekt planen, aber nicht die Reaktion auf einen Überfall, auch nicht die Länge und den Verlauf eines Krieges, die Umstände der Kriegsbeendigung und schon gar nicht die Kosten für den Wiederaufbau seines Lande nach Kriegsende. Ein Spieler, der ein Spielcasino betritt, weiß vorher, wie viel er einsetzen will, ein Kriegsplaner weiß erst nach Ende des Krieges, in welchem Verhältnis der Ertrag zum Aufwand steht. Schon mancher, der sich vor Kriegsbeginn als Sieger sah, endete nach Kriegsende an einem Strick oder durch eine Kugel.
  2. Die Antwort auf die Frage, was ein „großer Krieg“ kosten könnte und wie lang er dauern könnte, entzieht sich auch dem fähigsten Kriegsplaner.
  3. Es ist ziemlich grotesk, wenn die Weltmacht USA die „Zwerge“ Iran und Nordkorea als potentielle Feinde  bezeichnet. Allein durch diese Erklärung setzen sich die USA dem Verdacht aus, dass sie ein Angriffskrieg auf Nordkorea und den Iran planen. 
  4. Die Ressourcen, welche der Menschheit für die Befriedigung ihrer  Bedürfnisse zur Verfügung stehen, werden schon in „normalen Friedenszeiten“ knapp, z.B. ganz gewöhnlicher Sand zum Bauen. In Anbetracht dieses Umstandes ist jede Kriegsplanung bei völliger Ungewissheit über den bevorstehenden Ressourcenverbrauch und die Kriegsfolgekosten ein Verbrechen an der Menschheit. Donald Trump setzt den angestrebten Wohlstand seines Volkes aufs Spiel, wenn er beabsichtigen sollte, einen Krieg oder mehrere vom Zaune zu brechen. Und Deutschland täte gut daran, nach der Bildung einer neuen Regierung dem amerikanischen Präsidenten genau auf die Finger zu schauen und ihm notfalls einen Schlag auf dieselben zu verpassen, wen er sich anschickt, Weichenstellungen vorzunehmen, die den deutschen Interessen zuwider laufen. Es wäre ein Segen für die Menschheit, wenn sich bei der UNO oder in der bevorstehenden Münchner Sicherheitskonferenz  Kommissionen bilden würden, die sich eine oder mehrere gewaltlose Ersatzverfahren für die „Methode Krieg“ einfallen lassen würden, die die Menschheit billiger zu stehen kommen.

    Otfried Schrot
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