Die NATO will neue Stützpunkte in Osteuropa bauen - QR Code Friendly
Zitat aus Online Focus: Die NATO will in den drei baltischen Staaten sowie in Polen und Rumänien fünf neue Stützpunkte aufbauen. Genaue Details sollen noch im September bekannt gegeben werden. Sie sollen jeweils 300 bis 600 Soldaten aus den Mitgliedstaaten aufnehmen, die dauerhaft in den Ländern stationiert sind, wie das Blatt unter Berufung auf einen hohen  Nato-Beamten berichtet. In den Stützpunkten sollen Logistiker, Aufklärer und Einsatzplaner Übungen vorbereiten und im Ernstfall auch Einsätze in den Ländern führen. Die Details sollen laut „FAS“ nach dem Nato-Gipfel am 4. und 5. September in Wales ausgearbeitet Werden. Das Treffen wird angesichts der Ukraine-Krise über eine Neuausrichtung des Bündnisses debattieren und dazu auch Beschlüsse fassen. Die Mitgliedsländer in Ost-Mitteleuropa dringen schon länger auf eine stärkere Präsenz der Allianz in ihrer Region. Stellungnahme des Leserbriefschreibers: Herr NATO – Generalsekretär Stoltenberg und Frau Verteidigungsministerin von der Leyen, der Leserbriefschreiber hat den Kalten Krieg in seiner vollen Länge erlebt und die Nase von demselben gestrichen voll. Bevor Sie die NATO schon wieder durch allerlei Aufrüstungsschritte zur Drohkulisse für Russland machen, fliegen Sie doch bitte beide zum Vorsitzenden der OSZE, Bundeskanzler Sebastian Kurz nach Wien, lassen Sie den in ihren Flieger einsteigen und machen Sie sich auf den Weg nach Moskau. Dort erörtern Sie mit Waldimir Putin die Stärken der Streitkräfte der NATO und Russlands auf beiden Seiten der gemeinsamen Grenze. Dann erklären Sie die Gründe für Ihr Misstrauen gegenüber Russland– und Putin wird Ihnen seine Gründe für sein Misstrauen gegenüber der NATO erläutern – und  räumen Sie gemeinsam mit Putin die beiderseitigen Gründe für das Misstrauen gegenüber dem jeweils anderen aus! Die OSZE ist für die Schaffung vertrauensbildender Maßnahmen zwischen Ost und West gegründet worden. Machen Sie deren Funktion nicht dadurch zunichte, dass Sie sie „außen vor“ lassen! Eine Personengruppe liegt natürlich auf der Lauer und träumt vom Wiederaufflackern des Kalten Krieges: die Rüstungsindustrie und deren Aktionäre, die zu Bettlern werden, wenn der Weltfrieden ausbricht! Frau von  der Leyen und Herr Stoltenberg, rechnen Sie doch bitte mit der Unterstützung von Militärexperten , Landschaftsplanern, Bauingenieuren und Technikern  am Ende eines strategischen militärischen Planspiels eines drei Monate dauernden Krieges zwischen Russland und der NATO einmal durch, was ein solcher Krieg kostet, zum einen der Betrieb der militärischen Maschinerie und zum anderen der Wiederaufbau Europas nach diesem Krieg. Rechnen Sie dasselbe durch für einen Krieg von sechs Monaten, von neun Monaten – oder von 16 Jahren wie in Afghanistan. Dort sind die Kriegskosten ja bekannt. Am besten, Sie veranstalten dieses „Kriegsspiel im Sandkasten“ gemeinsam mit Wladimir Putin und seinem Generalstab. Der Leserbriefschreiber ist zuversichtlich, dass sowohl Sie als auch der um seine Planstelle besorgte NATO – Generalsekretär Stoltenberg als auch Wladimir Putin selbst im Angesicht des zu erwartenden abenteuerlichen Zahlenmaterials auf andere Einfälle sinnen und auch kommen werden, um eine Krieg zwischen der NATO und Russland zu vermeiden. Vielleicht sollten Sie und Herr Putin sich in Anbetracht der zu erwartenden astronomisch hohen Kosten eines Krieges einmal fragen, aus welchem Grunde  die NATO und Russland überhaupt gegeneinander  Krieg führen sollten. Die Füllung der Bankkonten der Aktionäre der Rüstungsindustrie wird doch kein vernünftiger Mensch als ausreichenden Grund betrachten. Otfried Schrot

 

 
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Otfried Schrot

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