Der Rat der Gnadenlosen - QR Code Friendly
Die Einrichtung des sogenannten Weltsicherheitsrates ist in doppelter Hinsicht eine Lüge und in doppelter Hinsicht wirkungslos. In doppelter Hinsicht eine Lüge, weil er zum einen der Welt keine Sicherheit bringt und zum anderen, weil er keine Repräsentanz der Welt ist, sondern eine Repräsentanz nationaler Streithähne, und in doppelter Hinsicht wirkungslos, weil die geforderte Einstimmigkeit der Entscheidungen den absoluten Stillstand garantiert und weil der fehlende Streitschlichter im Falle endloser Debatten den positiven Abschluss eines Entscheidungsprozesses verhindert. Während auf den Schlachtfeldern der Welt hilflose Weltbürger im Bomben – und Kugelhagel sterben, debattieren die ständigen Mitglieder des Weltsicherheitsrates in der Geborgenheit des New Yorker UNO – Gebäudes in „gnadenloser Langsamkeit“ vor sich hin, alle miteinander vergessend, dass die Staaten, die sie vertreten, sich  1945 in der von ihnen beschlossenen Charta der Vereinten Nationen verpflichtet haben, in gemeinsamer Arbeit den Krieg abzuschaffen. Die USA, Russland und China werten, der gesamten Menschheit mit bösem Beispiel vorangehend, mit ihren Rekordexporten von Kriegswaffen das ehrwürdige Dokument der Charta der Vereinten Nationen ab zu einem Stück Toilettenpapier. Gleichzeitig demonstrieren sie damit eine bittere Wahrheit, nämlich die, das die Kriegsindustrie mit ihrem gewaltigen Potential an Bestechungsgeldern den willfährigen politischen Apparat manipuliert, damit er für Spannungen und Kriege sorgt, welche die Rechtfertigung für die bestochenen Regierungen sind, unter Einsatz der Gelder wehrloser Steuerzahler die Auftragsbücher der Rüstungsindustrie zu füllen. Das „System der globalen Sicherheit“ – sofern davon überhaupt die Rede sein kann – fördert  nicht die Interessen der leidenden und sich nach dem Frieden sehnenden Weltbürger, sondern ausschließlich die Interessen der Aktionäre der Kriegsindustrie. Drei Dinge müssen geschehen: 1.) Die UNO bedarf dringend einer organisatorischen und politischen Grundüberholung, die ohne „Druck von unten“ aber nicht stattfinden wird. 2.) Wenn sich die leidenden und nach dem Frieden sehnenden Weltbürger  nicht über nationale Grenzen hinweg zu einer Organisation zusammenschließen, die der „Herrschaft der Gnadenlosen“ einen sanften, aber beharrlichen Widerstand entgegensetzt, wird die Menschheit bis zum Ende der Weltgeschichte zu leiden haben, welches in Anbetracht von 14935 vorhandenen Atomsprengköpfen in den Händen von neun Staaten, die entgegen den Vereinbarungen des Atomwaffensperrvertrages von 1968 nicht abgerüstet worden sind, näher sein kann als wir uns träumen lassen! 3.) Die Menschheit muss sich dringend ein Auslesesystem für ihre künftigen Regierungschefs zulegen, welches Unzurechnungsfähigen keine Chance gibt, „nach oben“ zu kommen!  Otfried Schrot
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Otfried Schrot

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