Sie bekommen den Schnabel nicht auf - QR Code Friendly
Ivanka Trump, Tochter des US – Präsidenten Donald Trump, saß bei der Abschlussfeier der Olympischen Winterspiele in Pyeongchang auf der Ehrentribüne in unmittelbarer Nähe des nordkoreanischen Generals Kim Yong Choi. Offensichtlich hat es wieder keine „Gesprächsbrücke“ gegeben – wie anlässlich der Eröffnung der Olympischen Winterspiele zwischen  dem amerikanischen Vizepräsidenten Mike Pence und der Schwester Kim Yong Uns, zwischen deren Plätzen ebenfalls nur ein geringer Abstand auf der Ehrentribüne war. So sind die Mächtigen in Washington und Pyongyang! Lieber bedrohen sie sich aus der Ferne mit einem Atomkrieg, in den sie die ganze Menschheit hineinziehen, als dass sie den Mut aufbringen, mit einem Abstand von nur einer Armlänge und Auge in Auge eine „Gesprächsbrücke“ zu bauen oder durch Stellvertreter bauen zu lassen, um eine große militärische Auseinandersetzung zu vermeiden. Ohne jeden Zweifel war man sowohl in Washington als auch in Pyongyang sowohl vor der Eröffnung der Winterspiele als auch vor der Abschlussfeier von der Sitzordnung auf der Ehrentribüne unterrichtet. Die beiden protokollarischen Fehlleistungen zeigen überdeutlich, wie dringend und überfällig die Einführung politischer Moderatoren in die internationale Politik ist, die so lange zwischen Konfliktparteien   eingeschaltet werden, bis sie eine „Kompromisslinie“ erarbeitet haben und der Konflikt damit beigelegt ist. Damit könnten Kriege vermieden werden. Sowohl die „protokollarische Panne“ in Pyeongchang als auch das Chaos in Syrien zeigen überdeutlich, das das internationale Recht weiterentwickelt werden muss, damit das Leben auf unserem Planeten erträglicher wird. Die steinalte Charta der Vereinten Nationen ist 75 Jahre alt und entstammt der Mitte des 20. Jahrhunderts. Das Wort „Internet“ kommt in ihr nicht einmal vor. Sie gleicht einem uralten Auto, das nie beim TÜV war. Kein Mensch würde mit so einem Auto fahren. Daher muss sie dringend durch ein modernes Instrument des Völkerrechtes, das den Bedürfnissen der Menschheit im 21. Jahrhundert entspricht, ersetzt werden. Leider kommt kein einziger von den 190 in der UNO zusammengeschlossenen Regierungschefs  auf diese erlösende Idee, weder die mit ihrem nackten politischen Überleben beschäftigte Bundeskanzlerin noch der mit der Pflege seiner Eitelkeit beschäftigte Donald Trump noch der den Giftgaskrieg seines Freundes Assad wohlwollend duldende Wladimir Putin. Ich, der Leserbriefschreiber, fordere die Schaffung einer modernen „Verfassung der Menschheit“! Leider kann eine Stimme allein von sieben Milliarden Menschen wenig ausrichten. Otfried Schrot
Weitere Artikel
Otfried Schrot

Bewerten, Kommentieren und Teilen in sozialen Netzwerken und in der Bürgerredaktion:

Um diesen Artikel hier in der Bürgerredaktion zu kommentieren, bitte anmelden.

Stern inaktivStern inaktivStern inaktivStern inaktivStern inaktiv
 
(Durchschnittliche Bewertung 0 bei Bewertung(en))