Die Alternative für Deutschland und die deutsche Sprache - QR Code Friendly

Zitat aus der Berliner Zeitung: Die AfD sieht die deutsche Sprache bedroht.

„Das ist keine irre Idee der AfD“, verteidigte der AfD – Abgeordnete  Stephan Brandner am Freitag im Bundestag den Vorstoß seiner Partei. Das Deutsche sei durch einen „um sich greifenden Englisch-Wahn“ bedroht. Der FDP-Abgeordnete Stephan Thomae fragte: „Wie lange wollen Sie eigentlich die Geduld dieses Hauses missbrauchen mit ihren deutschtümelnden Anträgen?“  Für Heiterkeit sorgte der bayerische Grüne Erhard Grundl mit der Frage: „Wie schaut es mit Extrem-Dialekten wie etwa dem Oberpfälzischen aus?“ Die AfD wolle offensichtlich ihre „eigene Kleinkariertheit“ dem ganzen Land überstülpen. Die Zunahme von Anglizismen kommentierte Grundl mit dem Satz: „Wir chatten, wir liken, rechtsaußen wird wohl mehr gehatet.“  Stellungnahme des Leserbriefschreibers: Die AfD hat ausnahmsweise einmal Recht: vor 250 Jahren hielten es die Deutschen für geboten, ihre Halbbildung durch reges Einstreuen französischer Sprachbrocken in ihre Konversation zu demonstrieren, heute zeigt man mit dem intensiven Gebrauch englischer Hilfsvokabeln, zum Teil falsch geschrieben oder falsch ausgesprochen, dass man bildungsmäßig auf der Höhe der Zeit ist und „gewöhnlichen, weniger gebildeten“ Deutschen überlegen ist. Grauenvoll, wie die deutsche Sprache vergewaltigt wird! In Frankreich wacht die Académie Francaise über der Pflege der französischen Sprache, ein nachahmenswertes  Beispiel für andere Völker. So eine Einrichtung fehlt bei uns. Wer eine deutsche Leitkultur will – sofern das in einem Staat mit Angehörigen vieler Kulturen vonnöten ist – der sollte auch die deutsche Sprache pflegen wollen. Der Leserbriefschreiber unterstützt daher den Vorschlag, Deutsch als Staatssprache im Grundgesetz festzuschreiben. Jedem Bürger bleibt es unbenommen, seine Englischkenntnisse nebenbei zu pflegen, ohne sie bei jeder Gelegenheit anderen auf die Nase zu binden. Otfried Schrot
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