Hart am Rande des Abgrundes - QR Code Friendly
Russland verfügt über 7000 Atomsprengköpfe, die USA über 6800.Das dürfte ausreichen, um im Falle einer nuklearen Auseinandersetzung zwischen  den USA und Russland den Planeten unbewohnbar zu machen. Die Redensart „Kriege hat es immer gegeben, Kriege wird es immer geben“ wird beim nächsten Krieg nicht mehr zutreffen. Es wird der letzte Krieg gewesen sein. Die nuklearen  Katastrophen von Tschernobyl und Fukushima waren nur „Zwergkatastrophen“. Selbst die haben die Menschen kaum in den Griff bekommen. Donald Trump ist als politischer Führer nicht nur ungeeignet, sondern auf Grund seiner Charaktereigenschaften gefährlich. Er hat die ausgeprägte Begabung, die Welt mit seiner Tollpatschigkeit zu vernichten, nicht, sie zu bewahren. Die ständigen Personalwechsel im Weißen Hause belegen, dass er von Menschenführung nichts versteht. Er sucht ständig Streit, mal mit Nordkorea, mal mit Russland, und führt die Welt immer wieder mit unkontrollierten Wutausbrüchen an den Rand der nuklearen Vernichtung. Die NATO – Verbündeten sollten sich schnell und bald überlegen, ob sie dem Verantwortungslosen weiterhin folgen sollten – möglicherweise in den Abgrund! Das trifft vor allem auf uns Deutsche zu, die wir schon einmal einem „falschen Fürsten“ vertrauensvoll ins Verderben gefolgt sind. Was können wir aus der derzeitigen Situation lernen? Wir müssen unser politisches Führungspersonal weitaus sorgfältiger auswählen als das bisher der Fall gewesen ist, selbst in den Demokratien. Wir brauchen ganz schnell eine überlebensfähige Weltordnung, in der alle Konflikte unter der Steuerung durch politische Moderatoren und unter Anwendung bestimmter Kommunikationsmethoden gewaltlos gelöst werden. Hierzu muss die UNO sich auf eine Zusage in der Präambel der Charta der Vereinten Nationen von 1945 zurückbesinnen, in der es heißt: „Wir, die Völker der Vereinten Nationen, sind fest entschlossen, künftige Generationen vor der Geißel des Krieges zu bewahren.“ Die UNO muss zur Umsetzung dieses 70 Jahre alten Versprechens an die Menschheit eine Kommission einsetzen, die den Auftrag erhält, einen Stufenplan für den Übergang von der „Weltordnung des Krieges  zur Weltordnung des Weltfriedens“ auszuarbeiten, verbunden mit der Schaffung einer Weltverfassung als völkerrechtlichem Nachfolgeinstrument für die dann außer Kraft zu setzende Charta der Vereinten Nationen. Wir müssen einen internationalen Vertrag schließen, in welchem wir festlegen, dass auch die Nachfolger der Unterzeichner internationaler Verträge in diese eintreten müssen und hierfür vor Antritt ihrer Ämter einen Eid ablegen müssen. Wir müssen einen internationalen Vertrag über die Einstellung aller Exporte von Kriegsgütern beschließen. Wir müssen ferner in einem internationalen Abkommen beschließen, die Fließbänder der Rüstungsindustrie in aller Welt mit staatlicher finanzieller Hilfe umzurüsten für die Produktion von Gütern, die die Flüchtlinge in aller Welt und die Menschen  in Katastrophengebieten benötigen, z.B. Millionen von Fertighäusern mit der dazugehörigen Versorgungsinfrastruktur. – Wenn wir im Angesicht der Bedrohungen, von denen wir gegenwärtig umgeben sind, nicht unverrückbar festhalten an dem Ziel, auf der Grundlage einer „Verfassung der Menschheit“ eine Weltordnung des Weltfriedens zu schaffen , dann wird der homo sapiens eines Tages in einer Vernichtungsorgie von 15000 Atomsprengköpfen verlöschen. Das wird dann das Ende der Menschheitsgeschichte und der Weltgeschichte gewesen sein. Verhindern können werden wir das nur dadurch, dass die Moral in der Auseinandersetzung mit Machtgier und Profitgier den Sieg davonträgt. Otfried Schrot

 
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Otfried Schrot

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