Die tickenden Zeitbomben der Menschheit - QR Code Friendly
Die Wissenschaftler des Bremerhavener Alfred-Wegener-Instituts (AWI) haben Wasserproben aus fünf verschiedenen Regionen um den Nordpol untersucht, die bei Expeditionen des Forschungseisbrechers "Polarstern" 2014 und 2015 eingesammelt worden waren. Die anschließende Berechnung zeigte, dass in einem Liter Meereis teilweise mehr als 12.000 Mikroplastik-Teilchen steckten. Hinzu kommen die gewollten oder unabsichtlichen Entsorgungen der Schifffahrt auf den Weltmeeren. – Wir haben es verabsäumt, das Wachstum der Weltbevölkerung mit dem Wachstum der Nahrungsmittelvorräte in Einklang zu bringen. – Das Überflüssigste, was wir uns geleistet haben, ist die kostenaufwendige Produktion von 14935 Atomsprengköpfen in den Händen von neun Staaten, die für ein Zeitalter aufbewahrt werden, in welchem die neun Staaten von neun Donald Trumps beherrscht werden, die dann für die Selbstvernichtung der Menschheit sorgen werden. Die Menschheit braucht das Geld, welches sie für den Krieg ausgibt, viel dringlicher für den Frieden! – Fazit: die Probleme, die in Richtung Selbstvernichtung der Menschheit führen, wachsen schneller an als sie gelöst werden. Was ist zu tun? Der sogenannte Weltsicherheitsrat, der seinen Namen nicht verdient, fällt durch pausenlose Streitereien und fruchtlose Schuldzuweisungen auf, die der Menschheit jede Menge Kriege bringen, aber keine Sicherheit. Das Wichtigste, was zu tun ist, ist der Ersatz der „Methode Krieg“ durch eine völkerrechtlich verbindliche Methode der gewaltlosen Konfliktlösung – auch gegen den Widerstand der intrigierenden Aktionäre der Rüstungsindustrie, die sich nichts sehnlicher wünschen als die Beibehaltung der derzeitigen dem Untergang geweihten Weltordnung. Möge der neue deutsche Außenminister, der aufsteigende Stern über der UN – Generalversammlung, dem edlen Gremium einen Katalog präsentieren mit der Überschrift „Erforderliche Sofortmaßnahmen zur Sicherstellung des Überlebens der Menschheit“. Dazu gehört auch die seit Jahrzehnten diskutierte UNO – Reform, um aus einem „lahmen Debattierclub“ endlich ein entscheidungsfähiges  und handlungsentschlossenes Gremium zu machen. Dabei wird hoffentlich die Frage beantwortet werden, ob die Welt die ständigen Mitglieder des Weltsicherheitsrates als „Diktatoren auf ewige Zeiten“ ertragen will. Der Leserbriefschreiber ist zuversichtlich, dass der neue deutsche Außenminister Heiko Maas in der UN – Generalversammlung mehr tun wird als den Stuhl zu wärmen, auf dem er sitzt. Otfried Schrot
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Otfried Schrot

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