Benjamins Erzählungen - QR Code Friendly
Benjamin Netanjahu hat sich vor die Fernsehkameras gestellt, begleitet von einem Schrank voller Aktenordner und einem Schrank voller DVD, um so die böse Absicht des Iran zu beweisen, nach der Atombombe zu greifen, wobei er taktvoller Weise verschweigt, dass Israel diese Waffe bereits besitzt. Das nächste Mal kommt er wohl möglich mit einem rostigen Auspuff, den er auf der Straße gefunden hat, ins Fernsehstudio und präsentiert den als Beweismittel für den Abschuss einer über israelischem Staatsgebiet niedergegangenen iranischen Drohne. Benjamin Netanjahu, so werden Sie im Nahen Osten keinen Frieden schaffen! Weshalb fliegen Sie nicht nach Teheran und machen Sie Herrn Rohani ein Angebot:“Lassen Sie uns ein friedliches Gespräch darüber führen, wie wir zu einem freundschaftlichen Verhältnis zwischen  dem Iran und Israel gelangen können! Der Flug nach Teheran kostet weniger als ein Krieg zwischen Israel und dem Iran. Weshalb teilen Sie nicht jede zweite Wohnung Ihres Siedlungsbaus einer seit der Gründung des Staates Israel heimatlosen palästinensischen Familie zu? Weshalb ergreifen Sie nicht die Initiative zur Gründung von Familienpatenschaften zwischen israelischen und palästinensischen Familien, bei deren Gründung die beiden Familienväter einen Eid wie folgt ablegen:“Ich, der Familienvater einer israelischen/palästinensischen Familie, werde für das Wohlergehen meiner palästinensischen/ israelischen Patenfamilie genau so Sorge tragen wie für das Wohlergehen meiner eigenen Familie!“ So, Herr Netanjahu, stiftet man Frieden! Sie haben noch nicht begriffen, dass Israel nur mit einem Ring von Freunden überleben wird – der siebzig Jahre nach der Gründung Ihres Staates auf Grund des Unvermögens Ihrer politischen Führer immer noch nicht zustande gekommen ist. Sie könnten über Ihren Schatten springen und befürworten, dass ein Teil Jerusalems zum UNO – Territorium erklärt wird, auf dem sowohl der israelische Staat als auch der palästinensische Staat ihre Verwaltungssitze haben, verbunden durch eine „Brücke der Freundschaft auf ewige Zeiten zwischen dem jüdischen und dem palästinensischen Volke“. Auf solche Einfälle kommen Sie nicht, Herr Netanjahu, weil ihr Kopf dafür nicht geschaffen ist. Möge König Salomo zur Erde herabsteigen und in seiner Weisheit das zustande bringen, wozu die bisherigen Führer Israels unfähig gewesen sind, die Stiftung von Frieden zwischen Palästinensern und Israelis! Otfried Schrot
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