Die Fußballweltmeisterschaft und die Bedrohung aus dem Osten - QR Code Friendly
Es ist dem Leserbriefschreiber ein Bedürfnis, zwei Mitteilungen aus den Medien miteinander in einen Zusammenhang zu bringen:

·         Russland-Journal.de: Die Fußball-Weltmeisterschaft 2018 findet in Russland vom 14. Juni bis zum 15. Juli statt. Das ist die 21. Fußball-WM. Zum ersten Mal wird eine Fußball-WM in Russland und generell in Osteuropa ausgetragen. Da Russland sich über Europa und Asien erstreckt, findet die Fußball-WM auch erstmals auf beiden Kontinenten statt. Es gibt 11 Spielorte und 12 Stadien.

·         Freie Presse, 3.6.2018: Deutschland wird Standort eines neuen Nato-Kommandos. Nach Informationen der dpa haben sich die Bündnisstaaten abschließend darauf verständigt, das im Zuge der Aufrüstung gegen Russland geplante Hauptquartier für schnelle Truppen- und Materialtransporte in Ulm anzusiedeln. Offiziell soll die Entscheidung für Ulm Ende kommender Woche bei einem Nato-Verteidigungsministertreffen in Brüssel bekannt gegeben werden. Zu dem Treffen wird auch Bundesverteidigungsministerin Ursula von der Leyen (CDU) erwartet. Sie hatte den Nato-Partnern bereits vor einigen Monaten Deutschland als Standort für das geplante Logistik- und Nachschubkommando angeboten. Für die Bundesrepublik würden die Lage «im Herzen Europas» und die «Erfahrung bei dem Thema Logistik und Unterstützung» sprechen, sagte sie im Februar.

·         Stellungnahme des Leserbriefschreibers: Frau von der Leyen, während Wladimir Putin mit der Fußballweltmeisterschaft einen Beitrag zur    Völkerverständigung leistet, heizen Sie zeitgleich mit der Einrichtung eines weiteren NATO – Stabsquartiers auf deutschem Boden die Ost – West – Spannungen wieder an. Sie stehen vor den Augen der Welt sehr unvorteilhaft da! Putin wird nicht so dumm sein, sich seine schöne Fußballweltmeisterschaft durch einen Aufmarsch seiner Truppen an der Ostgrenze der NATO zu verderben! Weshalb drängen Sie sich im Kreise Ihrer NATO – Ministerkollegen so vor? Hängen Ihre Aktivitäten mit den opulenten Parteispenden der Rüstungsindustrie an die CDU zusammen? Ich rege an, dass Sie vor dem Start neuer Projekte dem deutschen Volke erst einmal erklären, welchen Nutzen es von der Ausgabe von 11,2 Milliarden Euro und dem Verlust von 54 gefallenen Bundeswehrsoldaten in der Zeit von 2001 bis 2018 im Krieg in Afghanistan gehabt hat, die unsere Nation auch für Altenpflege, Krankenpflege und für die Bildung hätte gebrauchen können. Zur Abschreckung: die NATO hat sich durch die Dauermeinungsverschiedenheit zwischen Donald Trump und den Europäern selber das Rückgrat gebrochen. Der verbliebene Rest an Abschreckung ist nur noch minimal und nicht mehr überzeugend. Den Verlust an Zusammenhalt und damit Solidarität  kann man nicht durch die zusätzliche Beschaffung von Panzern, Flugzeugen und Schiffen ausgleichen.

·         Meine Empfehlung: Frau von der Leyen, hören Sie auf, mit dem „Blick zurück“ Politik zu machen, richten Sie den Blick nach vorn und arbeiten Sie in Zusammenarbeit mit Ihrem Außenministerkollegen Maas und dem Vorsitzenden der OSZE, dem österreichischen Bundeskanzler Sebastian Kurz, den Entwurf eines feinmaschigen „Vertrages über Freundschaft und gute Nachbarschaft zwischen Deutschland, Russland und allen dazwischen liegenden Staaten“ zur Unterfütterung des bereits bestehenden OSZE – Vertrages aus, stellen Sie gemeinsam mit den beiden anderen Persönlichkeiten auf einer Reise nach Moskau, in das Baltikum und in die anderen osteuropäischen Staaten diesen Vertragsentwurf  bei den verantwortlichen Politikern vor und bitten sie um Zustimmung. Davon haben zwar die Rüstungsindustriellen nichts, welche die CDU mit Parteispenden bombardieren, wohl aber die sich nach Frieden sehnenden Völker zwischen dem Atlantik und dem Ural!

·         Eindringliche Warnung: Frau von der Leyen, halten Sie sich von der Aufrüstungsspirale fern! Falls die USA mit ihren 6800 Atomsprengköpfen und Russland mit seinen 7000 Atomsprengköpfen damit beginnen, sich auf europäischem Boden zu bekriegen, wird Europa zu einer radioaktiv strahlenden Wüste! Das wird mit Sicherheit das Ende der europäischen Geschichte sein. Die Überlebenden werden dann gemeinsam die Vernunft zu Grabe tragen und anschließend als Opfer einer Überdosis radioaktiver Strahlung ihren Geist aufgeben!! Zitat des Leserbriefschreibers :Das Pflänzchen des Vertrauens verlangt jeden Tag nach viel Wasser und ermutigendem Zuspruch, um wachsen zu können. Die Pflanze des Misstrauens wächst von selbst.Otfried Schrot
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