Sehet, welch ein Papst! - QR Code Friendly
Die zahllosen offenkundig gewordenen Missbrauchsskandale in der römisch – katholischen Kirche machen über alle Maßen deutlich, dass weite Teile der Priesterschaft mit der über alle Maßen anspruchsvollen Aufgabe , Mittler zwischen Gott und den Menschen zu sein, wegen allzu großer persönlicher Charakterschwächen hoffnungslos überfordert sind. Barmherzigkeit mit diesem Personenkreis ist ein Verbrechen an den Opfern. Die Auslieferung aller ermittelten Täter an die irdische Justiz in allen Ländern der Welt sollte für den Papst selbstverständlich sein. Die gedämpfte Reaktion der Führung der katholischen Kirche dürfte zu einer Abkühlung des Verhältnisses zwischen gläubigen Christen und Nichtgläubigen einerseits und der Führung der Katholischen Kirche andererseits führen.

Nun hat der Papst „noch einen drauf gesetzt“: er hat Abtreibung mit Auftragsmord verglichen. Er setzt Ärzte, die eine Schwangerschaft unterbrechen, mit Auftragsmördern gleich. Damit wird er die Zuneigung der Welt zur Katholischen Kirche nicht vergrößern. Er setzt sich über die Gründe von Millionen von schwangeren Frauen hinweg, die sich die Entscheidung nicht leicht gemacht haben, ihre Schwangerschaft zu unterbrechen,  und lässt sie damit allein.

Empfehlung Nr. 1 an den Papst: Heiliger Vater, schaffen Sie erst einmal unter Einschaltung aller Ihrer diplomatischen Beziehungen die Kriege ab, den Fluch  Nummer 1, der seit ewigen Zeiten auf der Menschheit lastet und immer und überall die Unschuldigen trifft – und berufen Sie sich dabei vor den Regierungen in aller Welt auf die Präambel der Charta der Vereinten Nationen, in der 1945 die Abschaffung des Krieges bereits beschlossen worden ist! Wenn Sie das geschafft haben, dann sollten Sie ein Konzil einberufen, auf dem erörtert wird, wie wir die G r ü n d e aus der Welt schaffen können, aus denen sich Schwangere für einen Abbruch ihrer Schwangerschaft entscheiden!

Empfehlung Nr. 2 an den Papst: Heiliger Vater, ein nichtkatholischer Weltbürger wagt es, Ihnen einen Rat zu geben, der aus der Zeit des Römischen Reiches stammt: Quidquid agis, prudenter agas, et respice finem!“  (Was immer du tust, handele klug und bedenke das, was dabei herauskommt!)                                                        Otfried Schrot

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