Der Hass - Prediger und seine Hass - Rede  - QR Code Friendly
Als der Leserbriefschreiber fünf Jahre alt war, hörte er zum ersten Male eine Rede Hitlers im Radio, damals „Volksempfänger“ genannt. Ich war entsetzt. Nach dem Ende der Rede fragte ich meine Eltern: „Warum war denn der Onkel so böse?“Die Antwort meiner Eltern weiß ich nicht mehr. Ich hatte die erste Hass – Rede meines Lebens gehört.

Hass ist ein Seelengift, das durch Ansteckung von Mensch zu Mensch – oder auch durch elektronische und soziale Medien – weiterverbreitet  wird und den Verstand lähmt. Wir Deutschen tun zu wenig dagegen. Eine Änderung und Ergänzung des Grundgesetzes ist überfällig wie folgt: „Jedermann hat das Recht, seine Meinung in Wort, Schrift und Bild frei zu äußern mit der Einschränkung, dass Hassreden eine Straftat sind.“

Die Hassprediger Hitler, Mussolini und Goebbels haben im Zweiten Weltkrieg mit der Methode der Hasserzeugung ganz Europa in den Abgrund gehetzt und 50 Millionen Tote produziert. Wehret den erneuten Anfängen!

Alexander Gauland hat im Bundestag erklärt (Zitat): „Wir werden sie jagen!“ Er unterdrückte den Zusatz:“und zur Strecke bringen!“Am Ende einer Jagd gibt es immer einen oder mehrere Tote. An wen dachte Alexander Gauland da?

Wenn Gauland es „nicht so gemeint haben sollte“, dann sollte er künftig seine Bundestagsreden mit mehr geistiger und verbaler Disziplin vorbereiten und halten, wie es eines Bundestagsabgeordneten würdig ist.

Der Erzeugung und Verbreitung von Hass muss dringend in Deutschland, Europa und der ganzen Welt gesetzlich begegnet werden, sonst wird eines Tages ein Flächenbrand des Hasses die menschliche Zivilisation vernichten.

Der „dickste Brocken“, der überwunden werden muss, ist der „Oberhasser“ im Weißen Haus!

Im Übrigen, Herr Gauland, die Hauptursache unseres Flüchtlingsproblems ist nicht eine zu mitleidige Bundeskanzlerin, sondern der Bruch des durch alle Regierungen der Welt ihren Völkern in der Präambel der Charta der Vereinten Nationen 1945 gegebene Versprechens: „Wir, die Völker der Vereinten Nationen, sind fest entschlossen, künftige Generationen vor der Geißel des Krieges zu bewahren!“Die Folge des Bruches dieses Versprechens ist das globale Flüchtlingsproblem.

Meine Damen und Herren Mitglieder der AfD, stecken Sie Ihre Nasen doch bitte einmal in die immer noch gültige Charta der Vereinten Nationen und geben Sie sich selber Nachhilfeunterricht in Geschichte!

Otfried Schrot
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