Hoffentlich platzt den Europäern bald der Kragen! - QR Code Friendly
Als die NATO 1949 gegründet wurde, lag diesem Vorgang der Beschluss zugrunde, im Falle eines Angriffs der – schon lange nicht mehr existierenden – Sowjetunion auf e i n e n Mitgliedstaat g e m e i n s a m militärisch zu reagieren. Die Zeiten haben sich geändert. Die Sowjetunion existiert schon lange nicht mehr und Putin will – wie der Bau der Ostsee – Pipeline zeigt, mit Europa Geschäfte machen und nicht über eine von einem Atomkrieg verstrahlte Landschaft  herrschen. Er strebt nicht – wie Stalin im Geiste des Klassenkampfes – nach  der Weltherrschaft des Kommunismus. Auf der anderen Seite sind die USA  nicht mehr die treusorgende Henne, unter deren Federn die niedlichen europäischen NATO – Küken Schutz suchen können, wenn Wolken aufziehen, sondern sie haben sich in einen rabiaten Vogel verwandelt, der seine Küken aus dem Nest wirft.

Trump hat in aller Öffentlichkeit erklärt, Europa sei ihm egal. Trotzdem – oder gerade deswegen – verlangt er von Europa eine Erhöhung der Rüstungsausgaben in einem Ausmaße, dass man nur als schamlos bezeichnen kann. Es entsteht der Eindruck, dass Trump die NATO – Europäer zu  „tributpflichtigen Nationen“ machen will. Motiv dafür ist nach Ansicht des Leserbriefschreibers nicht die Gefahr, die von Putin ausgeht, mit dem er bekanntlich unter einer Decke steckt, was er mit einer Schein – Feindschaft wie der wechselseitigen Kündigung des INF – Vertrages mühsam zu verdecken versucht, sondern sein Wunsch und Wille, die Auftragsbücher der amerikanischen Kriegsindustrie zu füllen.

Es wird höchste Zeit, dass die Europäer in enger Zusammenarbeit miteinander ein völlig neues gemeinsames außenpolitisches Konzept entwickeln, in welchem die USA eine andere Rolle spielen als bisher – und Russland auch – bevor   ihre Selbstachtung und ihr Zusammenhalt  in der Auseinandersetzung mit dem „rüden Rüpel“ im Weißen Hause zerbrechen! Otfried Schrot
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Otfried Schrot

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