Die Verantwortlichen für das Schicksal von Carola Rackete - QR Code Friendly

Die italienische Staatsanwaltschaft hat Ermittlungen gegen die deutsche Kapitänin der Hilfsorganisation „Sea-Watch“ eingeleitet. Carola Rackete wird von der Staatsanwaltschaft im sizilianischen Agrigent Beihilfe zur illegalen Einwanderung vorgeworfen. Im Interview mit dem RND spricht sie über das Vorgehen der Justiz und die kritische Situation an Bord des Schiffs.

Stellungname des Leserbriefschreibers: es gibt zwei Gruppen von Hauptverantwortlichen für das Schicksal der mutigen Frau.

  1. Alle Mitgliedsnationen der UNO, die 1945 in der Präambel der Charta der Vereinten Nationen folgendes Versprechen niedergelegt haben: 
    Wir, die Völker der Vereinten Nationen, fest entschlossen, künftige Generationen vor der Geißel des Kriegs zu bewahren, wollen zu diesem Zweck zusammenarbeiten!
    Hätten sie es getan, gäbe es heute keine Flüchtlinge. Das Versprechen wurde jedoch von allen gebrochen. Waffen wurden produziert, werden bis zum heutigen Tage exportiert, Kriege werden geführt, Flüchtlingsströme werden „am laufenden Band“ produziert – bis jetzt sind es 60 Millionen, die über die Welt irren. Die obersten Kriminellen der Welt sind die ständigen Mitglieder des Weltsicherheitsrates, die USA, Russland und China, die mit ihren Rekord - Waffenexporten allen anderen Nationen – einschließlich Deutschland – mit schlechtem Beispiel vorangehen.

  2. Die Mitgliedstaaten der EU, die es bis heute nicht geschafft haben, eine solidarische Lösung für das Problem der Aufteilung der Flüchtlinge, die über das Mittelmeer kommen, zu finden.

Die Lösung des Problems der Carola Rackete beginnt nicht in einem italienischen Gericht, sondern im Weltsicherheitsrat, der sich endlich einmal dazu entschließen müsste, statt mit verlogenen Vorwänden Brandherde in aller Welt anzuheizen – wie  jetzt im Iran – endlich  einmal etwas zu tun, was er bisher noch nie getan hat, nämlich: einvernehmliche, wirksame, schnell greifende Entschlüsse zur Schaffung einer Weltordnung des Weltfriedens zu fassen, in der keine von Kriegen vertriebene Flüchtlingsströme mehr unterwegs sind.

Otfried Schrot

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