Drei Briefe - QR Code Friendly
 
  1. Der Verrat an den Kurden
  2. Das christliche Deutschland und die unchristlichen Rüstungsexporte
  3. Das Säbelrasseln der NATO und das Liebesverhältnis zwischen Trump und Putin

    Der Verrat an den Kurden

    Die Türkei steht laut einer Mitteilung aus dem Weißen Haus in Washington kurz davor, in Nordsyrien einzurücken. Die USA wollen sich dem Vorhaben nicht in den Weg stellen und ziehen ihre Streitkräfte ab. Nun ist vom Verrat der USA an den mit ihnen bisher verbündeten Kurden die Rede – sowohl   in den USA als auch in Europa.

    Stellungnahme des Leserbriefschreibers: Der Verrat des Westens an den Kurden hat schon viel früher begonnen, nämlich mit Übernahme der Definition „Terrororganisation“ für die PKK und der alsbaldigen Verfolgung derselben mit Polizeiknüppeln, Geheimdiensten und Bomben – Herrn Erdogan zu Gefallen.

    Die Kurden sind ein eigenes Volk wie die Türken und die Deutschen, aber der eigene Staat wird ihnen seit Jahrhunderten verweigert. Gründung und Aktivitäten der PKK sind der Ausdruck der Verzweiflung eines unterdrückten Volkes.

    Lösungsvorschlag für das Kurdenproblem, das „Problem Nr.1 des Nahen Ostens“:der Generalsekretär der Vereinten Nationen lädt mit den Beisitzern USA, Russland, China sowie den Gastländern der Kurden, der Türkei, dem Iran, dem Irak und Syrien, gestützt auf das Völkerrecht in Gestalt des „Selbstbestimmungsrechtes der Völker“, Repräsentanten der Kurden aus ihren Siedlungsgebieten zu einer Staatsgründungskonferenz ein, nachdem alle Konferenzteilnehmer vorher von der unabwendbaren Notwendigkeit der Gründung eines Kurdenstaates überzeugt worden sind. Keine andere politische Maßnahme wird im Nahen Osten Frieden stiften.

    Otfried Schrot

    Das christliche Deutschland und die unchristlichen Rüstungsexporte

    Der geheim tagende Bundessicherheitsrat unter Vorsitz der christlichen Bundeskanzlerin   Angela Merkel hat für dieses Jahr Ausfuhrgenehmigungen für Rüstungsgüter in Höhe von 6,35 Milliarden Euro erteilt.

    Stellungnahme des Leserbriefschreibers:

    1.)Es dürfte zweifelsfrei feststehen, dass die Rüstungsexporte nicht für   Militärmuseen bestimmt sind. Sie landen auf den Schlachtfeldern der Welt, wo sie Flüchtlingsströme erzeugen, die nach gefahrvoller Überwindung des Mittelmeeres zumindest teilweise zu uns kommen, wo wir sie am liebsten nicht haben möchten.

    2.)Historische Skrupel scheinen bei der Entscheidung keine Rolle gespielt zu haben:                                                                                                                                                                                               2.1. Erster Weltkrieg:20 Millionen Tote,                                                                                                                                                                                                                                                                                       2.2. Zweiter Weltkrieg:55 Millionen Tote

    2.3.Völkerrechtlich verbindliches Versprechen aller Unterzeichner der Charta der Vereinten Nationen in der Präambel „Wir, die Völker der Vereinten Nationen, sind fest entschlossen, künftige Generationen vor der Geißel des Krieges zu bewahren!“ Die Charta der Vereinten Nationen ist immer noch geltendes Völkerrecht.

    Bilanz des Leserbriefschreibers: Die Verpflichtungen aus dem bestehenden internationalen Recht werden von allen gebrochen. Die christliche Bundeskanzlerin befindet sich mit ihren unchristlichen Exportgenehmigungen in   guter Gesellschaft mit den anderen Rekord – Waffenexporteuren Donald Trump, Wladimir Putin, Xi Yinping und Emmanuel Macron!

    Während auf der ganzen Welt Kräfte erwachen, die das Klima retten wollen, arbeiten gleichzeitig andere Kräfte daran, das Antlitz von Mutter Erde durch weitere Rüstungsexporte und die darauffolgenden Kriege bis zur Unkenntlichkeit zu entstellen.

    Otfried Schrot

    Das Säbelrasseln der NATO und das Liebesverhältnis zwischen Trump und Putin

    Es ist schon merkwürdig: einerseits bessert sich das Verhältnis zwischen dem Chef der NATO, Donald Trump und dem „russischen Zaren“ Wladimir Putin, nahezu von Woche zu Woche und andererseits rasselt die NATO mit allen Säbeln, die ihr zur Verfügung stehen.

    Trump und Putin sind bereits anlässlich einer Konferenz in Helsinki dabei beobachtet worden, wie sie stundenlang unter Ausschluss von Protokollführern und Übersetzern miteinander getuschelt haben. Nun hat das gute Verhältnis zwischen beiden noch eine Verbesserung erfahren, als Putin Trump in der „Causa Ukraine“ zu Hilfe geeilt ist.

    Dem steht die „offizielle Frostigkeit“ zwischen Ost und West gegenüber: an der militärischen Großübung „Defender 2020“ zur Verlegung von Truppen nach Polen und in das Baltikum werden im kommenden Jahr 37 000 Soldaten teilnehmen. Geplant ist die umfangreichste Verlegung von Soldaten aus den USA nach Europa in den vergangenen 25 Jahren.

    Wie passt beides zusammen?

    Antwort: die seit 1949 bestehenden Ost – West – Spannungen haben viele zivile und militärische Arbeitsplätze geschaffen. Unzählige Aktionäre der Rüstungsindustrie in Ost und West haben kräftig verdient – und wollen es auch weiterhin tun. Das 2017 fertiggestellte neue NATO – Hauptquartier in Brüssel für 4000 Bedienstete hat 1,17 Milliarden EURO gekostet. Der Architektur des Gebäudes kann man eine Lebensdauer von 500 Jahren zumuten. Kurzum: es wäre unverantwortlich, wenn man nunmehr auf Grund einer plötzlich ausgebrochenen Freundschaft zwischen den beiden „Alphatieren“ in Ost und West an einen Abbau der militärischen Spannungen gehen würde.

    Philosophischer Schlusssatz: Vom Weltfrieden träumen nur diejenigen, die den Kriegen ausgeliefert sind, aber nicht diejenigen, die an ihnen verdienen.

    Otfried Schrot

     




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