Deutschlands Worte und Deutschlands Taten - QR Code Friendly

Bundespräsident Gustav Heinemann hat am 6. Juni 1973 das „Gesetz zum Beitritt der Bundesrepublik Deutschland zur Charta der Vereinten Nationen“ unterzeichnet. Damit hat Deutschland auch das Gelöbnis in der Präambel der Charta für sich anerkannt, dass da lautet:“Wir, die Völker der Vereinten Nationen, fest entschlossen, künftige Geschlechter vor der Geißel des Kriege zu bewahren…haben beschlossen, in unserem Bemühen um die Erreichung dieses Ziels zusammenzuwirken!“Dieses Versprechen hat Deutschland zusammen mit allen anderen Mitgliedsnationen der UNO der Jugend der Welt gegeben. Was ist daraus geworden?

Antwort: Insgesamt betrugen die weltweiten Militärausgaben im Jahr 2018 laut Quelle rund 1,82 Billionen US-Dollar. So sorgen die politischen Verantwortungsträger der Welt für das Wohl der künftigen Generationen – entgegen dem Versprechen in der UN – Charta!

Deutschlands Anteil an den internationalen Bemühungen, den Weltfrieden zu schaffen: 2017: Rüstungsexportgenehmigungen in Höhe von 6,2 Milliarden EURO, 2018 in Höhe von 4,8 Milliarden EURO, 2019 in Höhe von 7,4 Milliarden EURO. In dem Maße, in welchem die Bewaffnung der ganzen Welt zunimmt, können auch immer mehr selbsternannte Heerführer und Clanchefs ihre Anhänger bewaffnen und lokale Konfliktfeuer anzünden, auf welche die westliche Welt dann mit immer mehr Auslandseinsätzen ihrer Soldaten reagiert. Keiner kommt auf die Idee, die Zufuhr von Waffen auf das „Schlachtfeld Erde“ einzudämmen. Mehr Rüstungsausgaben – mehr Waffenexporte – mehr Konflikte – mehr Kriege – mehr Tote – mehr Flüchtlinge – mehr Verstümmelte – und mehr Auslandseinsätze, um die Konfliktfeuer auszutreten. Die Erfüllung des Versprechens der Regierungen der Welt von 1945 an die Jugend der Welt, künftige Generationen vor der Geißel des Krieges zu bewahren, rückt in immer weitere Ferne.

Frau Bundeskanzlerin, stellen Sie sich doch einmal vor die UN – Generalversammlung und schlagen Sie dem edlen Gremium vor, eine Kommission einzusetzen, die den Auftrag erhält, einen Ablauf – und Umsetzungsplan für die Einlösung des Versprechens von 1945 auszuarbeiten, künftige Generationen vor der Geißel des Krieges zu bewahren. Eine solche Initiative stünde einer christlichen Regierungschefin sehr wohl an – noch viel mehr und viel besser als die Duldung des viertgrößten Waffenexportes der Welt! Otfried Schrot

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