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Die Fantasielosigkeit der politischen Welt ist bedrückend. Externe Berater werden angeheuert, um sich das einfallen zu lassen, worauf Politikergehirne nicht kommen, zum Beispiel: Kriegsministerien haben alle Regierungen – die man auch beschönigend als Verteidigungsministerien bezeichnet, weil jede Regierung ja nur friedliche Absichten hat, so dass man sich fragt, weshalb überhaupt Kriege geführt werden. Aber wo gibt es ein Friedensministerium?

Kriege haben erstens einen Vorteil: eine ganz kleine Clique von Menschlein verdient sich „dumm und dämlich“ – und zweitens ein halbes Dutzend Nachteile: zahllose Tote, zahllose Invaliden, zahllose Flüchtlinge, zahllose Witwen, zahllose Waisen,zahllose Zerstörungen der von Menschenhand geschaffenen Infrastruktur, grenzenlose Beschädigung der Umwelt durch grenzenlosen CO2 – Ausstoß, Fehlen von zwei Billionen Dollar jährlich für soziale Zwecke. Fazit: Kriege sind der Masochismus der Menschheit!

Außenminister Maas, gewinnen Sie doch endlich einmal das für Ihr Amt dringend benötigte politische Profil durch folgende initiative: Sie stellen sich vor die UNO und fordern den Abschluss eines internationalen Vertrages über die Einrichtung je eines Friedensministeriums bei jeder der in der UNO vertretenen Regierungen, die vom Generalsekretär der Vereinten Nationen gemeinsam den Auftrag erhalten, in einer „ständigen Konferenz der Friedensminister“  – und bitte mit knapper Terminsetzung – das Konzept einer globalen Sicherheitsarchitektur auszuarbeiten, die künftige Kriege nicht nur überflüssig, sondern unmöglich macht. Dazu benötigen Sie keine externen Berater, die Millionen kosten. Dieses Werk können Sie mit Ihrer messerscharfen Intelligenz allein vollbringen. Dann wird Ihnen der Friedensnobelpreis nicht nur sicher sein, sondern Greta Thunberg wird Ihnen auch ihren Segen erteilen. Das einzige Hindernis, welches Sie überwinden müssen, ist die anscheinend immer lustloser ihrem Ruhestand entgegen dämmernde Bundeskanzlerin. Möge dieser Leserbrief der Bundeskanzlerin und dem Bundesaußenminister „zufällig“ in die Hände geraten!

 P.S. 1: Nachtrag des Leserbriefschreibers für den persönlichen Gebrauch des deutschen Außenministers: Vorschlag: Sie treten beim ersten Zusammentreffen der „Ständigen Konferenz der Friedensminister“ vor die edle Versammlung und schlagen zur Erfüllung der übertragenen Aufgabe die Anwendung des völlig geräuschlos durchführbaren „Brainstorming – Verfahrens“ vor. (https://de.wikipedia.org/wiki/Brainstorming) Dann ersparen sich die Konferenzteilnehmer den nerventötenden Dauerlärm einer Podiumsdiskussion im Fernsehen!

PS 2: Was sind das für Zeiten, in welchen ganz normale Leserbriefschreiber hochbezahlten         Außenministern "auf die Sprünge" helfen müssen, damit sie den rechten Weg finden?

Otfried Schrot
Autor des Buches "Zwanzig Appelle eines Zornigen an die Welt oder Der Ersatz für den Krieg"
ISBN : 978399038326-1
Novum Verlag


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