Der Präsident der Vereinigten Staaten, das Internationale Recht und der Internationale Terrorismus - QR Code Friendly

 „Das aber ist der Fluch der bösen Tat, dass sie fortzeugend immer Böses muss gebären!“ (Schiller: Die Piccolomini)

Der Präsident der Vereinigten Staaten, Donald Trump, ist anscheinend der Überzeugung, dass aus den Methoden des internationalen Terrorismus heilige Handlungen werden, wenn der Präsident der Vereinigten Staaten sie höchstpersönlich anwendet, um seine Widersacher zur Strecke zu bringen.

Der überhebliche Mann sei darauf hingewiesen, dass es für zivilisierte Menschen Rechtswege und Gerichte gibt, so dass auch US – Präsidenten nicht darauf angewiesen sind, auf die Methoden des alten Texas mit Pistole und Lasso zum Aufknüpfen zurückzugreifen. Auch einen Drohneneinsatz kann man durch Anwendung eines glasklaren Verstandes ersetzen – wenn man einen solchen hat!

Auf Grund der bitteren Erfahrungen des Zweiten Weltkriegs wurde von denen, die das Elend erlebt haben, unter Vorsitz des US – Präsidenten Franklin D. Roosevelt 1945 die Charta der Vereinten Nationen geschaffen, verbindliches Recht für die ganze Menschheit, desgleichen ein Internationaler Gerichtshof und ein Internationaler Strafgerichtshof zusammen mit der in der Präambel der Charta der Vereinten Nationen enthaltenen Verpflichtung, künftige Generationen vor der Geißel des Krieges zu bewahren.

Nun taucht eine neue Generation von Politikern auf, alle nach dem Zweiten Weltkrieg geboren, die glauben, alles besser machen zu können, weil sie von nichts eine Ahnung haben. Johnson dreht das Rad der europäischen Einigung zurück, Bolsonaro die Rettung des Grüngürtels der Welt und Trump, der Schlimmste von allen, das Rad der Schaffung des Weltfriedens durch Weltrecht. In seiner Dummheit hat er der UNO feierlich erklärt, dass die USA sich an internationales Recht nicht gebunden fühlen. Die letzten Auswüchse dieser Gesinnung haben wir gerade erlebt.

Aufforderung an die europäischen NATO – Staaten: Hören Sie auf, vor Trump feige und demütig winselnd im Staub zu kriechen und fordern sie ihn auf, vor der UNO feierlich zu erklären, dass die USA sich ab sofort wieder den Regeln der Charta der Vereinten Nationen einschließlich den Urteilen des Internationalen Gerichtshofes und des Internationalen Strafgerichtshofes unterwerfen werden oder aber hin zu nehmen, dass die europäischen NATO – Staaten ihre Mitgliedschaft im Nordatlantischen Bündnis gemäß Artikel 13 des Nordatlantikvertrages sofort kündigen und geschlossen einen Freundschaftsvertrag mit Russland abschließen werden. Um die Tür zu den USA nicht ganz zuzuschlagen, sind die derzeitigen europäischen NATO – Staaten bereit, im Anschluss an die Geltungsdauer des erloschenen Nordatlantikvertrages einen Freundschaftsvertrag mit den USA abzuschließen, der im Text dem Freundschaftsvertrag mit Russland entspricht. Es muss doch möglich sein, den Größenwahnsinnigen im Weißen Haus wieder zur Besinnung zu bringen! Europäer, drückt endlich einmal euer Kreuz durch, wenn ihr mit Trump zu tun habt! Otfried Schrot


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