Die deutsche Verteidigungsministerin und die Rüstungspandemie - QR Code Friendly

Bundesverteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer (CDU) hat laut einem Bericht des Nachrichtenmagazins "Spiegel" bei der US-Regierung Interesse am Kauf von insgesamt 45 US-Kampfjets vom Typ F18 des US-Herstellers Boeing angekündigt. Die Ministerin habe ihrem US-Kollegen Mark Esper am Donnerstag per E-Mail zugesagt, die Bundeswehr beabsichtige, 30 F-18 "Super Hornet" und 15 F18-Jets vom Typ "Growler" zu bestellen. Über Einwände der SPD gegen das geplante Geschäft habe sich Kramp-Karrenbauer ohne weitere Absprachen hinweggesetzt. Eine formale Entscheidung sei aber noch nicht getroffen.

Stellungnahme des Leserbriefschreibers: Die Parteivorsitzende der CDU und Verteidigungsministerin sollte ihre intellektuellen Defizite nicht öffentlich zur Schau stellen. Der erste Schritt in ihrer Entscheidungskette als Verteidigungsministerin hätte ein Gespräch mit der Kanzlerin über die Frage sein sollen, ob die Finanzen Deutschlands es überhaupt zulassen, dass wir eine Rüstungspandemie und eine Coronapandemie gleichzeitig finanzieren.   Zwei Überlegungen würden bei diesem Gespräch anstehen:

1.)Was wird uns die Corona – Pandemie kosten? Antwort: wir wissen es nicht!

2.)Wie groß ist überhaupt die militärische Bedrohung aus dem Osten? Antwort: sie existiert zurzeit nicht. Wladimir Putin ist voll mit der Corona – Pandemie beschäftigt, die er angeblich voll unter Kontrolle hat, was zweifellos nicht stimmt. Nach dem Erlöschen der Pandemie kommt als nächstes die Verfassungsreform an die Reihe, mit der Putin seine Amtszeit bis 2036 sichern will. Anschließend muss er sich dringend um die Versorgungslage Russlands kümmern und danach um die Dämpfung der Unzufriedenheit des Volkes über die Hinausschiebung des Rentenalters. Es dürfte einem politischen Selbstmord gleichkommen, wenn er diese ungelösten Probleme mit einem Angriffskrieg gegen die NATO zuschütten würde. Wenn die Bundeskanzlerin eine höhere politische Begabung hätte als bei ihr vorhanden ist, dann würde sie in dieser Situation ihren Außenminister Maas – der Mitglied im Weltsicherheitsrat ist - nach New York schicken mit dem Auftrag, der UN – Generalversammlung den folgenden Vorschlag zu unterbreiten: „Meine Damen und Herren, die Corona – Pandemie bedroht uns alle. Lassen Sie uns aus diesem Grunde die Strategie der globalen militärischen Abschreckung, die uns jährlich zwei Billionen Euro kostet, ablösen durch eine Strategie der globalen Vertrauensbildung, für welche die Ergebnisse der KSZE – Konferenzen bereits die Grundlage geschaffen haben. Dann haben wir die Geldmittel, die wir bisher in die Rüstung investiert haben, frei für die Verhütung von Katastrophen, für die Bekämpfung von Katastrophen und für die Behebung der Schäden, die durch Katastrophen verursacht worden sind! Damit tun wir der leidenden Menschheit einen größeren Gefallen als mit der fortdauernden Überflutung unseres Planeten mit dem Instrumentarium für den Krieg!“ Otfried Schrot

 


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