Was in der Rede des britischen Thronfolgers Prinz Charles im Deutschen Bundestag anlässlich des Volkstrauertages gefehlt hat - QR Code Friendly

Der britische Thronfolger Prinz Charles hat 75 Jahre nach Ende des Zweiten Weltkriegs die Partnerschaft zwischen Großbritannien und Deutschland beschworen. «Gemeinsam sind wir eine unverzichtbare Kraft für das Gute in der Welt», sagte der Prinz am Sonntag beim zentralen Gedenken zum Volkstrauertag im Bundestag. Gemeinsam verteidigten beide Länder entschlossen Werte, die man teile - als Verfechter der Menschenrechte und der regelbasierten internationalen Ordnung weltweit.

Stellungnahme des Leserbriefschreibers: Wunderbar! Gefehlt hat die Bekanntgabe eines Entschlusses von weltgeschichtlicher Bedeutung: “Ich, Prinz Charles, bin von der britischen Regierung und der Regierung der Bundesrepublik Deutschland ermächtigt worden, hier und heute bekannt zu geben, dass unsere beiden Staaten beschlossen haben, gemeinsam den Entwurf einer Resolution in die Generalversammlung der Vereinten Nationen einzubringen mit dem folgenden Wortlaut:

Die Parlamente und die Regierungen von Deutschland und Großbritannien haben gemeinsam beschlossen, zu dem vor 75 Jahren, im Jahre 1945, in der UN – Charta niedergelegten Versprechen an die Welt mit dem Wortlaut „Wir sind fest entschlossen, künftige Generationen vor der Geißel des Krieges zu bewahren!“ hier und heute einen Umsetzungsplan vorzulegen, dessen Fehlen in den letzten 75 Jahren zahllose Kriege mit Millionen Toten zur Folge gehabt hat. Um unsere Glaubwürdigkeit zu unterstreichen, werden wir bis zum 31. Dezember 2021 sämtliche britischen und deutschen Exporte von Kriegsgütern einstellen. Wir fordern Sie alle auf, dem deutschen und dem britischen Beispiel zu folgen. Bedenken Sie, dass es geschmacklos ist, in feierlicher Form der in den Kriegen gefallenen Toten zu gedenken, während unsere Rüstungsexporte zur See, zu Lande und in der Luft zu ihren Bestellern unterwegs sind, um in deren Händen abermals Tod und Verderben über hilflose und wehrlose Menschen zu bringen! Fangen wir endlich an, aufrichtig zu werden, und setzen wir unseren bisherigen schlechten Gewohnheiten ein Ende!“

Was machen wir dann mit den jährlich zwei Billionen Dollar, welche die Menschheit bisher jährlich für den Krieg ausgegeben hat?

1.) Schaffung einer weltweit tätigen Organisation zur gewaltlosen Konfliktlösung durch politische Moderatoren oder Mediatoren als Voraussetzung für ein Funktionieren einer Welt ohne Krieg

2.) Umrüstung aller Kriegsarmeen zu Rettungsarmeen für Katastrophengebiete bei gleichzeitiger Aufstellung von Sondertruppen für die Reinigung der Weltmeere von Plastikmüll, für den Wiederaufbau zerstörter Städte, für die Wiederaufforstung ehemals bewaldeter Gebiete zur Dämpfung des Klimawandels und für die Beseitigung aller Arten von Umweltschäden.

3.) Umrüstung der Fließbänder in der Rüstungsindustrie mit staatlicher finanzieller Hilfe für die Produktion von Gütern, die in Katastrophengebieten benötigt werden,

4.) Schaffung eines globalen Gürtels von Gesundheitsstützpunkten, bei denen Bedürftige nach Katastrophen aller Art sowohl erste medizinische Hilfe als auch Lebensmittel als auch provisorische Unterkünfte erhalten können,

5.) Beginn einer globalen Bildungsoffensive, die allen Kindern der Welt eine Schulbildung ermöglicht, die bisher durch Kinderarbeit zum Lebensunterhalt ihrer Familien beitragen mussten.

Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger, wir können diese Welt durchaus in ein Paradies verwandeln, wenn wir friedlich zusammenarbeiten, statt uns gegenseitig wegen Bagatellen die Schädel einzuschlagen!

Otfried Schrot


Bewerten, Kommentieren und Teilen in sozialen Netzwerken und in der Bürgerredaktion:

Um diesen Artikel hier in der Bürgerredaktion zu kommentieren, bitte anmelden.

Bewertung: 5 / 5

Stern aktivStern aktivStern aktivStern aktivStern aktiv
 
(Durchschnittliche Bewertung 5 bei 1 Bewertung(en))