Berg - Karabach und kein Ende - QR Code Friendly

Im Krieg zwischen Armenien und Aserbaidschan um Berg – Karabach vom 27. Januar 2020 bis zum 9. November 2020 sind rund 5000 Menschen gestorben – Söhne, Brüder, Väter, Töchter, Schwestern, Mütter – die jetzt in ihren Familien fehlen und ohne, dass der Konflikt zur Zufriedenheit aller beteiligten Parteien gelöst worden ist. Das Opfer der 5000 war umsonst!

Weshalb?

Weil alle UNO – Mitgliedstaaten – einschließlich Deutschlands – seit 1945 bis auf den heutigen Tag ein fortdauerndes Verbrechen der Unterlassung begehen.

Um was handelt es sich?

1945 haben alle Unterzeichner der Charta der Vereinten Nationen in der Präambel dieser Charta das folgende völkerrechtlich bindende Versprechen niedergelegt:

WIR,DIE VÖLKER DER VEREINTEN NATIONEN,FEST ENTSCHLOSSEN, KÜNFTIGE GENERATIONEN VOR DER GEISSEL DES KRIEGES ZU BEWAHREN,WOLLEN ZU DIESEM ZWECK ZUSAMMENARBEITEN.

Im Anschluss daran haben sie es unterlassen, einen Umsetzungsplan zu diesem Beschluss auszuarbeiten!

Diese Unterlassung dauert bis zum heutigen Tage im Jahre 2020 an! Darum sind in den 75 Jahren seit dem 2. Weltkrieg 25 Millionen Menschen in den seither geführten Kriegen gestorben, und darum mussten in dem Kriege zwischen Armenien und Aserbaidschan noch einmal 5000 Menschen sterben.

So wartet eine leidende Welt bis zum heutigen Tage auf den fehlenden Implementierungsplan für die Erfüllung des großartigen Versprechens von 1945.

Leider ist auch Deutschland bisher nicht dadurch aufgefallen, dass es seine wiederkehrenden nichtständigen Mitgliedschaften im Weltsicherheitsrat dazu benutzt hätte, eine entsprechende völkerrechtlich wirksame Initiative zu ergreifen.

Die politischen Verantwortungsträger der Welt investieren mehr Energie in die Genehmigung von Waffenexporten zur Fütterung der diversen Kriegsschauplätze als in das „Blasen von Friedensschalmeien“ - leider unter ansehnlicher Mitwirkung Deutschlands!

Sieben Milliarden Weltbürger protestieren nicht, sondern sie ertragen, erleiden und erdulden!

Otfried Schrot

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Otfried Schrot

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